Über 20.000 schwere Kindesmisshandlungen zählt die deutsche Kriminalstatistik jährlich. Für 130 von ihnen endet dieses Leiden tödlich. Das Bestürzende an den ohnehin schon schlimmen Zahlen: Immer mehr Kinder werden zu Opfern ihrer gewalttätigen Eltern.

Im dritten Film der ARD-Primetime-Reportagereihe "Was Deutschland bewegt" fahnden Christine Rütten, Petra Boberg und Dominik Nourney im Auftrag des Hessischen Rundfunks nach den Ursachen für diese Entwicklung. Exklusiv wertet der Film Ergebnisse einer Studie der Hochschule Koblenz aus, für die bundesweit Mitarbeiterinnen in Jugendämtern befragt wurden. Wie kann man den Schutz der Kinder in Deutschland verbessern?

Nach zwei Filmen über Abgehängte des deutschen Booms sowie die ungleiche Verteilung des Reichtums hierzulande bietet der dritte Film der sechsteiligen Doku-Reihe der nachfolgenden Diskussion bei Frank Plasberg ("Hart aber fair", 21 Uhr) sicher eine Menge emotionalen, hoffentlich auch in der Sache erhellenden Gesprächsstoff.

Am Pfingstmontag, 21. Mai, pausiert "Was Deutschland bewegt" zugunsten einer neuen "Tatort"-Folge aus Dresden. Am 28. Mai (20.15 Uhr) folgt dann "Was Deutschland bewegt: Vergewaltigt. Wir zeigen an!". Ein Film vom WDR, dessen Thema nicht weniger brisant scheint.


Quelle: teleschau – der Mediendienst