Rückschlag für die freie Presseberichterstattung während der Fußball-WM in Russland: Hajo Seppelt, Doping-Experte der ARD, darf nicht ins Land einreisen. Das teilte der Sender mit. Demnach sei Seppelts Visum für ungültig erklärt worden, weil sich der Journalist auf einer Liste mit "unerwünschten Personen" befände.

Für die ARD handelt es sich bei dem Vorfall um einen "einmaligen Vorgang in der Geschichte des ARD-Sportjournalismus" und einen "beispiellosen Eingriff in die Pressefreiheit". Die russische Entscheidung, so ARD-Programmdirektor Volker Herres, sei "kein Zeichen von Respekt vor der Tätigkeit eines investigativen Journalisten, sondern eher dafür, dass man unangenehmen Themen gegenüber lieber die Augen verschließt. Ich kann nur hoffen, dass die politischen Verantwortlichen ihre Entscheidung noch einmal überdenken werden."

Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt am 14. Juni mit der Begegnung zwischen Russland und Saudi-Arabien. Die ARD wird die Spiele zusammen mit dem ZDF übertragen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst