Film im ZDF

"Obendrüber, da schneit es": Ein Mietshaus an Weihnachten

von Jasmin Herzog

Der gelungene Episodenfilm "Obendrüber, da schneit es" (2011) beobachtet die Parteien eines Mehrfamilienhauses bei den Weihnachtsvorbereitungen. 

ZDF
Obendrüber, da schneit es
Familie • 23.12.2020 • 22:15 Uhr

Kein großes Familientreffen, keine engen Umarmungen und keine Weihnachtsmärkte: Wegen der Corona-Pandemie ist an Weihnachten 2020 nichts wie gewohnt – zumindest fast. Denn sowohl im Fernsehen als auch bei diversen Streamingdiensten wird das Fest der Liebe mit einer Reihe an Weihnachtsfilmen und -serien gebührend gefeiert. Auch das ZDF hat daran seinen Anteil, wenn es am Vorweihnachtstag Vivian Naefes familientauglichen Episodenfilm "Obendrüber, da schneit es" (2011) wiederholt.

Geradezu militant kaut die Gattin ihr Bircher-Müsli. Schon hundertmal hat sich ihr Ehemann entschuldigt, aber das Desaster ist bereits in vollem Gange. Die Weihnachtsgans vergessen! Und das am 24.! Ohne Reservierung gibt es jetzt in ganz München kein Federvieh mehr, mit dem Waltraud (Gisela Schneeberger) ihr Spezialrezept mit Orangenöl zubereiten kann. Und ohne Gans ist schließlich kein Weihnachten. Während Waltraud zum Generalstreik übergeht, kämpfen im selben Mietshaus auch noch andere mit Sorgen und Sehnsüchten.

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Es sind gut beobachtete Episoden, die Regisseurin Vivian Naefe miteinander verstrickt. Geschichten von Verlust, Einsamkeit und Enttäuschung verbergen sich hinter den Figuren, und auch wenn das erste Filmdrittel Heiterkeit verströmt, stimmt die Handlung zunehmend nachdenklich. Einen hoffnungsvollen Schlusspunkt bildet die Predigt des Pastors Gregor (Wotan Wilke Möhring), die sogar ein klein wenig von der echten Weihnachtsbotschaft transportiert. Dem christlichen Gedanken des Festes kommt "Obendrüber, da schneit es" trotz des banalen Titels mit diesen hoffnungsvollen Worten näher als die meisten anderen Weihnachtsfilme.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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