Für die Doku "Schmutzige Reifen" hat die ARD hat ein Team auf Kautschuk-Plantagen in Thailand und Kambodscha geschickt: Dort wird der Natur-Rohrstoff für Gummi produziert – unter menschenunwürdigen Bedingungen, wie der Bericht aufdeckt.

Das Geschäft mit dem Gummi ist ein Milliardenmarkt: Allein im noch immer autoverrückten Deutschland werden jährlich mehr als 50 Millionen Reifen verkauft. Was viele Kfz-Eigner vermutlich gar nicht ahnen: Kautschuk, der wichtigste Bestandteil im Gummi, wird in Südostasien teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert.

Für den Doku-Bericht "Exclusiv im Ersten: Schmutzige Reifen" konnte der Filmemacher Michael Höft auf Plantagen in Thailand und in Kambodscha versteckt drehen. Die Arbeitsbedingungen dort sind haarsträubend: Bis zu zwölf Stunden am Tag schuften Arbeiter bei sehr niedrigen Löhnen. Und sie sind hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt: Um das begehrte Naturprodukt zu schützen, werden dort giftige Herbizide gegen Unkraut gespritzt, die in Europa meist verboten sind.


Quelle: teleschau – der Mediendienst