Nachdem die chinesische Regierung sämtliche Folgen vom und Verbindungen zum Cartoon-Dauerbrenner "South Park" aus dem Internet entfernt hatte, reagierten nun die Macher der Serie – mit einer Entschuldigung, die keine ist.

Seit 20 Jahren nehmen die Produzenten der Erfolgsserie "South Park" kein Blatt vor den Mund, für Skandale sorgte die Cartoon-Reihe bereits häufig. Nun hat eine Folge der neuen Staffel für Unmut in der chinesischen Regierung gesorgt. Und nicht nur das: Die komplette Serie sowie sämtliche Hinweise auf sie wurden in China aus dem Internet entfernt. Anstoß des Ärgers war die Folge "Band in China", in der unter anderem die Vorgehensweise Hollywoods aufs Korn genommen wurde, Filme so abzuändern, dass sie auch auf dem chinesischen Markt Erfolgschancen haben und nicht der Zensur zum Opfer fallen.

Die Schöpfer von "South Park", Trey Parker und Matt Stone, haben auf Chinas Vorgehen reagiert – mit einer Entschuldigung, die keine ist. Sie veröffentlichten am Montag einen Tweet mit dem Titel "Offizielle Entschuldigung an China von Trey Parker und Matt Stone". Weiter heißt es: "Wie die NBA begrüßen wir die Chinesische Zensur in unseren Heimen und unseren Herzen. Auch wir lieben Geld mehr als Freiheit und Demokratie." Damit spielen die "South Park"-Macher auf einen Team-Manager der Basketball-Liga an, der sich mit Hongkong solidarisiert hatte und für den sich die NBA offiziell bei China entschuldigt hatte.

Der Tweet wird fortgesetzt mit den Worten: "Xi sieht überhaupt nicht aus wie Winnie Puuh." Auch das ist eine Anspielung auf bisherige Zensurvorgänge in China, denn im vergangenen Jahr wurde der Winnie-Puuh-Film "Christopher Robin" von der Regierung verboten, nachdem sich im Internet Memes verbreitet hatten, die den Bären mit Chinas Staatschef Xi Jinping verglichen.

Parker und Stone schließen ihre Nachricht an die chinesische Regierung noch mit einem patriotischen "Lang lebe die großartige Kommunistische Partei Chinas" ab und beenden mit den Worten. "Alles wieder gut, China?"


Quelle: teleschau – der Mediendienst