Zwischen den USA und Mexiko blüht ein beängstigender Grenzverkehr. Zwischen Reich und Arm wechselt ein besonderes Rohmaterial die Länder: menschliches Blutplasma.

Donald Trumps geplanter Mauerbau an der Grenze zu Mexiko bleibt in den Schlagzeilen. Die Abriegelung durch Befestigungen, Grenzpolizei oder Truppen der US-Nationalgarde zur Abwehr von Migranten brachte bereits mehrfach unwürdige Bilder hervor. Weinende Kinder wurden von ihren Eltern getrennt. In den Internierungslagern für Migranten in den USA sollen verheerende Zustände herrschen.

Doch im Schatten dieser beschämenden Situation blüht auch ein im Wortsinn blutiges Geschäft. Dirk Schraeder und Stefanie Dodt legen in ihrem investigativen Film "Bluthandel", der nun im Rahmen von "Die Story im Ersten" zu sehen ist, offen, wie im Süden der reichen USA die ärmsten Menschen ihren eigenen Körper plündern. Denn die Grenze ist auch Umschlagplatz für ein wichtiges Rohmaterial geworden: menschliches Blutplasma.

Nur gegen eine Handvoll Dollar lassen sich beispielsweise junge Mexikaner immer wieder Blut abzapfen. Die Eingriffe geschehen teilweise unter fragwürdigen gesundheitlichen wie hygienischen Bedingungen. Der Film begleitet einen Vater und dessen Tochter, wie sie auch mit dem Spenden von Blut versuchen, zu überleben. Bezahlt allerdings wird nur spärlich. Die Profite des "Bluthandels" gehen an globale Pharmafirmen – auch in Europa.


Quelle: teleschau – der Mediendienst