Neue Folge "Feuer unterm Dach"

"Zimmer mit Stall": liebenswert seichte G'schichtln mit Slapstick-Charme

von Wilfried Geldner

Pensionswirtin Sophie und ihr Untermieter Barthl geraten in einer neuen Folge "Zimmer mit Stall" wieder mal aneinander. Dann fackelt der Kauz auch noch seine Hütte ab ...

ARD
Zimmer mit Stall – Feuer unterm Dach
Komödie • 15.05.2020 • 20:30 Uhr

Auf die Waschbären, die unvermittelt den idyllisch gelegenen Bauernhof im Oberbayerischen besiedeln, muss man noch ein wenig warten. Die kommen erst im nächsten Film und zupfen dann dem Untermieter Barthl fröhlich am Hut. Doch auch in der vierten Episode, "Feuer unterm Dach", ist in der Oberbayern-Comedy "Zimmer mit Stall" bereits für reichlich Aufregung gesorgt. Aglaia Szyszkowitz als angelernte Bauernhof-Pensionswirtin und Friedrich von Thun als ihr Untermieter Barthl mit dem Wohnrecht auf Lebenszeit kommen sich einmal mehr augenzwinkernd in die Haare. Aber auch diesmal lautet das Motto letztlich wieder: Leben und leben lassen.

Wer sich unbedingt darauf einlassen will, ist selber schuld. Seine Freude kann er Dank der emsigen Hauptdarsteller dennoch an den liebenswert seichten G'schichtln haben. Diesmal kündigt sich eine solvente Vornehmtuer-Familie zur Besichtigung an. Die Hochzeit der Tochter ist geplant, und die mag es romantisch. Weder die Kuhfladen auf der Bauernwiese, inmitten der die Gesellschaft feiern soll, noch fehlender Sanitär-Komfort halten sie offensichtlich von ihrem kühnen Vorhaben ab – bahnt sich da eine neue Freundschaft an, zwischen den Generationen?

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Der Reggae auf der Tonspur lässt schon darauf schließen, und fürs Erste gelingt es ja der ewigen Amateurwirtin Sophie, die Gastgesellschaft auf ihrem Hof zu halten. Wäre da nur nicht der Barthl, der Kauz von nebenan, der mit Klauen und Zähnen immer noch sein einst ererbtes Refugium verteidigt. Diesmal gibt er sich als Züchter von Mimosen zu erkennen: Wie empfindlich sie bei Berührung reagieren und dann erst noch unter Dampf und Rauch! Kurzum, es dauert nicht lange, da beginnt bei einem seiner Experimente die Hütte zu brennen.

Die Reaktionen der Hochzeitsgäste – "Stornieren! Seehotel!" – erinnern natürlich stark an die "Preuß'n" in den Heimatfilmen der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Andererseits sorgen vor allem Friechrich von Thuns trottelige Einlagen als Pflanzenzüchter, schnarchender Krankenhausinsasse und überhaupt sich ewig widersetzender Vorbesitzer von Gottes Gnaden für genügend Rauheit, um die märchenhafte Heimatidylle zu goutieren. Die angekündigten Waschbären (Freitag, 22.05.) sind da fast ein Überfluss.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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