Jetzt ist es offiziell: Unter dem Namen "funk" startet am Samstag das neue, "Junge Angebot" von ARD und ZDF. Die Inhalte, die eigens für soziale Netzwerke wie Youtube, Facebook, Snapchat oder Instagram entwickelt wurden, richten sich an 14- bis 29-Jährige, die zum Mitmachen eingeladen werden.

"Es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Formate zu funk gehören und wie viele kreative Menschen dabei sind", wird funk-Geschäftsführer Florian Hager in einer Pressemitteilung des ZDF zitiert.

Konkret seien rund 40 Formate in Zusammenarbeit mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren entwickelt worden, die drei grundlegenden Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden sollen: informieren, orientieren und unterhalten. Zudem sind die Nutzer eingeladen, aktiv in den Gestaltungsprozess einzugreifen, indem sie den jeweiligen Protagonisten direkt Feedback geben können.

Online - auf allen Kanälen

Ergänzt wird das Angebot durch die funk-App (Android und iOS) und den Internetauftritt funk.net. Dort sind zum Start internationale Lizenzserien wie "The Aliens", "Banana" und "Hoff the Record" verfügbar.

Ebenfalls online: "Tatort - Die Show" mit Jess Lange und Daniel Boschmann, "schönschlau" - ein Videoformat, das "nützliches, unnützes Wissen" präsentiert - oder auch "Auf einen Kaffee mit Moritz Neumeier", der in einem wöchentlichen Youtube-Format über verschiedene Themen spricht.

Über Facebook, Instagram und Twitter können die funk-Nutzer zudem "Heimwerker-King Fynn Kliemann" dabei zuschauen, wie er in Niedersachsen einen alten Bauernhof in sein "Kliemannsland" umbaut.

Raum schaffen, für Kreative und Innovationen

Neben dem Angebot an sich sehen die Intendanten von ARD und ZDF viele Chancen in dem neuen Projekt. Für die ARD-Vorsitzende Karola Wille ist funk eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln: "Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente."

Der Intendant der federführenden Landesrundfunkanstalt SWR, Peter Boudgoust, erhofft sich indes auch Effekte für die öffentlich-rechtlichen Sender insgesamt: "Es wurde und wird weiterhin viel Grundlagenarbeit geleistet, sowohl technisch als auch rechtlich und produktionell. Von dieser Aufbauarbeit können wir als Öffentlich-Rechtliche schon heute profitieren."