In der Nacht von Freitag auf Samstag startet das "Junge Angebot" von ARD und ZDF. Der offizielle Name ist noch geheim, doch vieles deutet darauf hin, dass es auf den Titel "Funk" hören wird. Die Reaktionen auf ein bei Youtube veröffentlichtes Video lassen allerdings daran zweifeln, ob die gewünschte Zielgruppe auch erreicht wird.

"Ich möchte spontan meine Gebühren zurück", "Der 1. Trailer erfüllt den Bildungsauftrag bereits voll & ganz" oder auch "Die junge Frechheit von ARD/ZDF": Die beim Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Reaktionen auf das Video, welches bei Youtube unter dem Titel "WHAT THE FU*K! Das Internet ist vorbei" zu finden ist, fallen eher bescheiden aus.

Noch gibt es allerdings keine offzielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um das "Junge Angebot" von ARD und ZDF handelt. Viele Indizien, die von den Kollegen der "Radiowoche" zusammengestellt wurden, sprechen jedoch dafür. So gibt es neben dem Youtube-Kanal bereits einen Twitter-Account, dem unter anderen das ZDF und die ARD folgen.

Die zum "Jungen Angebot" gehörende App ist zwar noch namenlos - sie ist mit "****" betitelt - doch die vier Sterne könnten für die vier Buchstaben "Funk" stehen. Ebenso kündigt die Website www.funk.net an, dass das Internet am 1. Oktober 2016 vorbei sein wird - also zeitgleich zum Start des neuen Angebotes von ARD und ZDF.

Erfolg oder Misserfolg?

Abzuwarten bleibt derweil, ob die junge Zielgruppe der 14 bis 29-Jährigen mit einem derartigen Angebot tatsächlich erreicht wird. Ziel ist, so ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille, den jungen Menschen dort zu begegnen, "wo sie sich hauptsächlich aufhalten: In der nichtlinearen Welt, auf mobilen Endgeräten, auf Smartphones und Tablets."

Das mag mit einer App, Accounts in sozialen Netzwerken und einem Youtube-Kanal zwar gelingen. Entscheidender dürften jedoch die Inhalte sein, die über die Kanäle ausgespielt werden.

UPDATE: Hier lesen Sie, wie "funk" die Jugend erreichen will.

Hier lesen Sie einige Twitter-Reaktionen zu "Funk":