Hollywood-Senkrechtstarter: Wer ist eigentlich Jacob Elordi?
Gerade wurde Jacob Elordi das erste Mal in seiner Karriere für einen der begehrten Oscars nominiert. In Guillermo del Toros "Frankenstein" spielte er die Kreatur, die der Wissenschaftler Victor Frankenstein (Oscar Isaac) aus den Körperteilen verstorbener Menschen zusammensetzte. Am Donnerstag, 12. Februar, kommt nun die nächste Adaption eines Klassikers der britischen Literatur mit Elordi in einer Hauptrolle in die Kinos. In Emerald Fennells "'Wuthering Heights' – Sturmhöhe" spielt der 28-Jährige den tragischen Antihelden Heathcliff. Dabei begann er seine Karriere mit dem Netflixfilm "The Kissing Booth" (2018).
Elordi wurde 1997 im australischen Brisbane geboren und entdeckte bereits während der Schulzeit die Schauspielerei für sich. Nachdem er dort für diverse Theater- und Musicalproduktionen auf der Bühne gestanden hatte, trat er 2017 das erste Mal vor Hollywoods Kameras: Im fünften Teil der beliebten "Fluch der Karibik"-Reihe ergatterte er eine Komparsenrolle.
Ein Jahr später wurde er als Noah Flynn im ersten "The Kissing Booth"-Film plötzlich zum Teenie-Schwarm und Star. Doch glücklich war der junge Schauspieler damit nicht. Er habe die Filme nicht machen wollen, erzählte der 1,96 Meter große Australier 2023 im Interview mit dem Magazin "GQ" und nennt sie "lächerlich". Außerdem kritisierte er immer wieder die Objektifizierung seines Körpers in "The Kissing Booth".
Vom Teenie-Bad-Boy zum aufstrebenden Filmstar
Auch sonst brachte Elordi der Erfolg wenig: Er übernachtete bei Freunden auf dem Sofa oder musste in seinem Auto schlafen – für mehr fehlte ihm trotz einiger Rollen in weniger bekannten Filmen das Geld. Der 28-Jährige war kurz davor, Hollywood den Rücken zu kehren. Ein letztes Casting hielt ihn jedoch davon ab, nach Australien zurückzugehen. In Sam Levinsons High-School-Drama-Serie "Euphoria" ergatterte Elordi (wieder einmal) die Rolle eines Bad Boys. In insgesamt drei Staffeln spielt er den teilweise missbräuchlichen Nate Jacobs. Mit Co-Star Zendaya war der Australier einige Zeit liiert.
2023 jedoch war Elordis Zeit als Teenie vor der Kamera endgültig vorbei: In Emerald Fennells Thriller "Saltburn" verkörperte er den adeligen Oxford-Studenten Felix, in der Verfilmung von Priscilla Presleys Leben "Priscilla" war der 28-Jährige als kontrollsüchtiger Rockstar Elvis Presley zu sehen. Damit beeindruckte der Australier Kritikerinnen und Kritiker – und Regisseur Guillermo del Toro. Der Oscarpreisträger besetzte, nachdem Andrew Garfield ausgestiegen war, die Rolle von Frankensteins gruseliger und zugleich missverstandener Kreatur mit Elordi. "Ich habe ihn wegen seiner Augen gecastet", erklärte del Torro im August 2025 in einem Interview mit "Variety".
Jacob Elordi, "der Daniel Day-Lewis unserer Generation"
Nachdem Elordi 2024 unter anderem im LGBTQ+-Drama "On Swift Horses" zu sehen war, brachte ihm del Toros "Frankenstein" ein Jahr später seinen bisher größten Erfolg: Für seine Performance wurde der 28-Jährige das erste Mal für einen Golden Globe und für einen Oscar nominiert. Bei der Golden-Globe-Verleihung ging er dann leer aus – das allerdings sogar doppelt: Denn der Australier war auch für seine Rolle in der Dramaserie "The Narrow Road to the Deep North" (2025) für einen der begehrten Preise nominiert.
Frankensteins Monster habe ihn auch nach den Dreharbeiten noch begleitet, erzählte Elordi Anfang des Jahres in einem Interview mit dem US-amerikanischen "W Magazine". "Beim Dreh von 'Wuthering Heights' gab es eine Szene, da war meine Antwort auf etwas 'Ugh', das war von 'Frankenstein'. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass ich nicht nur gestikulieren und brummen sollte", erinnerte sich der 28-Jährige.
Für die Adaption von Emily Brontës Roman "Sturmhöhe" stand er gemeinsam mit Oscarpreisträgerin Margot Robbie vor der Kamera. Das Casting der beiden wurde bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert. Zum einen wegen ihres Alters und, in Elordis Fall, wegen der ethnischen Herkunft des Charakters. Robbie stellte sich in einem Interview mit der britischen "Vogue" hinter ihren Co-Star und schwärmte: "Ich glaube wirklich, er ist der Daniel Day-Lewis unserer Generation."
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH