Frauen-Befürworterin

Lola Weippert spricht über Feminismus, Sexismus und ihr "Lolaland"

15.06.2026, 14.10 Uhr
Lola Weippert erläutert im Podcast "Hörbar Rust", warum sie in ihren Firmen ausschließlich Frauen beschäftigt. Sie betont die Wichtigkeit von Gleichberechtigung und die Förderung von Frauen im Beruf.
Lola Weippert
Es sei an der "Zeit, dass wir Frauen mal am Zug sind", findet Lola Weippert.   Fotoquelle: 2022 Getty Images/Sebastian Reuter

Schon seit mehreren Jahren gewährt Lola Weippert ihren Fans regelmäßige Einblicke in den Aufbau ihres "Lolalands". So nennt die ARD-Moderatorin den alten Hof im Berliner Umland, den sie 2021 kaufte und seither renoviert. Im Podcast "Hörbar Rust" bedauerte Weippert nun jedoch, kaum weibliche Arbeitskräfte für das Projekt gefunden zu haben.

Lola Weippert spricht über Feminismus und Gleichberechtigung

"Ich, für meine Firmen, stelle nur Frauen ein", verriet die 30-Jährige. Sie sei "einfach eine Frauenbefürworterin". Auf Nachfrage der Podcast-Gastgeberin Bettina Rust erklärte Weippert, "drei, vier" eigene Unternehmen zu führen, darunter "eine Immobilienfirma" und "eine Firma für meine Medienarbeit".

Sie "versuche, einfach nur Frauen anzustellen", bekräftigte die ehemalige Radiomoderatorin. Als "Männerhasserin" wolle sie deshalb jedoch nicht verstanden werden: "Ich bin eine Feministin, ich möchte einfach nur Gleichberechtigung. Aber um diese zu leben, müssen wir den Frauen endlich das Mikro in die Hand drücken und die Reichweite geben – auch im finanziellen Sinne." Es werde "Zeit, dass wir Frauen mal am Zug sind", befand Weippert.

Lola Weippert berichtet von Sexismus auf dem Bau und beim Notar

Bei der Zusammenarbeit mit männlichen Handwerkern habe sie mitunter auch schlechte Erfahrungen gesammelt: "Die haben mich am Anfang ignoriert teilweise. Die haben mich nicht ernst genommen." Auch beim Besuch des Notars habe dieser irrtümlich angenommen, Weipperts Vater wolle den Hof kaufen. "Da denke ich mir so: Ich bin eine junge Frau – und das klingt jetzt vielleicht abgehoben, aber ich habe mit meinen jungen Jahren wahrscheinlich mehr Geld verdient, als ihr es jemals machen werdet."

Die Influencerin klagte weiter: "Das nervt mich auf so vielen Ebenen, dass du immer erst rechtfertigen musst, warum du ernst genommen werden solltest als Frau auf dem Bau. Ja, ich bin die Bauherrin, und wenn du mich ignorierst: Hier ist die Tür, hau ab." Weippert wünsche sich einen Umgang "auf Augenhöhe": "Wir wollen euch nichts wegnehmen. Wir haben alle einen Platz am Tisch verdient."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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