13.04.2021 Fußball-Weltmeister im Interview

Philipp Lahm: ein Querschnitt des Fußballs

Philipp Lahm im Gespräch mit prisma-Chefredakteur Stephan Braun.
Philipp Lahm im Gespräch mit prisma-Chefredakteur Stephan Braun.  Fotoquelle: prisma

Als Fußballer hat Philipp Lahm alles erreicht: Kapitän der Weltmeisterelf 2014, Ehrenspielführer der Nationalmannschaft, Champions-League-Sieger, Deutscher Meister. Nun hat er mit "Das Spiel" bereits sein zweites Buch veröffentlicht. prisma-Chefredakteur Stephan Braun sprach mit ihm.

Herr Lahm, Sie beschäftigen sich in Ihrem Buch sehr breit mit dem Fußball. Von der Jugendförderung bis hin zu Beratern und Managern wird vieles thematisiert, auch Ihre Pläne nach der Karriere. Welches Kapitel liegt Ihnen besonders am Herzen?

Philipp Lahm: Das Buch ist ein Querschnitt des Fußballs, so wie ich ihn erlebt habe und jetzt als Außenstehender betrachte. Mit allen positiven Seiten, aber auch mit ein paar wenigen negativen. Mein Lieblingskapitel ist gleich der Start des Buchs, weil es mich in meine Kindheit zurückversetzt. Da wird in kürzester Zeit beschrieben, um was es eigentlich im Fußball geht. Der erste Moment, das erste Kapitel, ja, der erste Absatz ist das, was den Fußball ausmacht.

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Kommen wir einmal auf das Thema Gehalt im Fußball zu sprechen. Ich zitiere da aus Ihrem Buch: "Der ein oder andere U16-Spieler bringt bereits einen fünfstelligen Monatsverdienst nach Hause. Es gibt in Europa keine andere Sportart, in der das möglich ist." Sie schreiben aber nicht, ob das richtig oder falsch ist. Was empfinden Sie denn dabei?

Erstmal ist es so, dass es ja nicht jeden betrifft, das muss ich ganz klar sagen. Es gibt diese Spieler, die in jungen Jahren so viel verdienen. Schauen wir nach Dortmund. Da ist jemand, der sehr jung ist und Profi wird. Ist das berechtigt? Entscheidender ist, wie sein Umfeld darauf reagiert. Wen hat er um sich? Familie, Freunde, natürlich auch einen Berater. Wenn man mit so viel Geld in jungen Jahren umgehen muss, ist das nicht einfach. Deswegen ist das Umfeld entscheidend. Wie wird er begleitet? Das ist das A und O: Mit so viel Geld umgehen zu können und es nicht zu verprassen, es vielleicht sinnvoll anzulegen, das kann ein 16-Jähriger in der Regel nicht. Für ihn ist die Hauptaufgabe immer noch, Freude am Fußball zu haben. Von daher sollten ihm die anderen Dinge abgenommen werden. Ob ich das richtig finde? Ich habe ja geschrieben, es gibt da keinen anderen Bereich, wo jemand in dem Alter so viel Geld verdient. Als normal betrachte ich das aber nicht.

Sie sind sehr rührig, sehr aktiv, sehr nach vorne gerichtet. Sind Sie heute grundsätzlich zufrieden?

Ich bin ein privilegierter Mensch und Bürger und von daher zufrieden. In der aktuellen Situation, in der wir alle stecken, und die eine große Herausforderung ist, sind meine Familie und ich sehr privilegiert. Von daher würde ich sagen, ja, wir sind zufrieden.

VERLOSUNG: prisma verlost zehn Ausgaben von Philipp Lahms neuem Buch "Das Spiel", das im C.H. Beck Verlag erschienen ist. Einfach bis zum 23.4.2021 unter 01379/885024* anrufen. Viel Glück!

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