Simone Thomalla verrät: Ohne diesen Film gäbe es Tochter Sophia nicht!
Für viele gehört „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ fest zur Weihnachtszeit. Für Simone Thomalla jedoch ist der Film weit mehr als ein nostalgischer TV-Klassiker. In einem Interview erzählt sie, warum das Märchen sie seit ihrer Kindheit begleitet – und weshalb sie heute glaubt, dass es sogar Einfluss auf ihren eigenen Lebensweg hatte.
Der Szenenbildner hinter „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“
Was vielen nicht bekannt ist: Alfred Thomalla (†83), Simones Vater und damit der Großvater von Sophia Thomalla, zählte zu den renommiertesten Szenenbildnern und Filmarchitekten der DDR. In dieser Rolle prägte er maßgeblich die visuelle Gestaltung des erwähnten Kult-Märchenfilms. Der prachtvolle Tanzsaal, der märchenhafte Schlosshof und zahlreiche eindrucksvolle Kulissen tragen unverkennbar seine Handschrift.
Simone selbst war damals erst acht Jahre alt, als sie am 1. November 1973 der Uraufführung des Films in Potsdam beiwohnte. Ein Erlebnis, das sie bis heute begleitet und sich tief und emotional in ihr Gedächtnis eingebrannt hat.
Simone Thomallas erste Schwärmerei: Der Prinz aus „Aschenbrödel“
Nicht nur Kulissen und Musik prägten Simones Erinnerung an den Film nachhaltig. Besonders der tschechische Schauspieler Pavel Trávníček (75), der den leicht tollpatschigen Prinzen spielte, hatte es ihr damals angetan. „Ich war sofort hin und weg“, erinnert sich Simone Thomalla. Diese frühe Schwärmerei blieb nicht ohne Folgen für ihr späteres Leben: Mit einem Augenzwinkern erzählte sie kürzlich, dass sie sich auch deshalb in den Vater ihrer Tochter, den Schauspieler André Vetters (65), verliebt habe, weil er dem Filmprinzen ähnelte.
„Man kann es nicht anders sagen: Wenn ich mir heute Fotos von Sophias Papa anschaue, wird mir ziemlich klar, dass ich ihn mir auch wegen Aschenbrödel ausgesucht habe“, resümierte die ehemalige „Tatort“-Kommissarin lachend. Ihre augenzwinkernde Schlussfolgerung: Ohne „Aschenbrödel“ gäbe es Sophia wohl nicht.
Simone Thomalla erklärte weiter, dass sie ohne diesen Film womöglich ganz andere Entscheidungen getroffen hätte – andere Männer, andere Lebenswege, vielleicht sogar eine völlig andere Zukunft. Dass aus dieser Verbindung letztlich eine der bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands hervorging, gehört zu jenen Geschichten, die beinahe zu märchenhaft wirken, um wahr zu sein, und zugleich eine entwaffnende Bodenständigkeit in sich tragen.
„Aschenbrödel“ als Familienritual bei Simone Thomalla
Bis heute sieht Simone Thomalla den Märchenklassiker jedes Jahr dutzendfach. Die Dialoge kann sie längst fehlerfrei mitsprechen – eine Fähigkeit, mit der sie, wie sie selbst augenzwinkernd sagt, problemlos bei „Wetten, dass..?“ hätte antreten können. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist ein Film, der Generationen verbindet. Im Hause Thomalla schrieb er sogar ein Stück Familiengeschichte.
Das mag auf den ersten Blick nostalgisch wirken, doch darin schwingt vor allem eines mit: Dankbarkeit. Für prägende Erinnerungen, für Familie – und für Lebenswege, deren Richtung oft erst im Rückblick verständlich wird und deren Verlauf letztlich nur das Schicksal kennt.
Wenn Filme Lebenswege prägen: Die Geschichte der Familie Thomalla
Manche Filme unterhalten, andere fesseln – und wieder andere werden zu festen Ritualen. Nur ganz wenige jedoch entfalten eine Wirkung, die weit über die Leinwand hinausreicht und sogar Lebenswege beeinflusst. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gehört für Simone Thomalla eindeutig dazu.
Dass ein Märchenfilm aus den 1970er-Jahren indirekt zur Geburt von Sophia Thomalla beigetragen haben soll, ist natürlich keine wissenschaftlich belegbare Tatsache. Aber es ist eine schöne, warmherzige Anekdote – und genau das macht ihren Zauber aus.
Du willst keine News mehr verpassen? Auf unserem WhatsApp-Kanal informieren wir dich über die Top-News aus der TV- und Streamingwelt!