Er ist wieder da

Berliner "Tatort": Kult-Ermittler kehrt nach über zehn Jahren zurück

22.06.2026, 12.12 Uhr
Nach mehr als zehn Jahren gibt es im Berliner "Tatort" ein besonderes Comeback. Für Robert Karow kommt die Rückkehr in einem schwierigen Fall genau richtig.
Robert Karow schaut ernst.
Robert Karow ermittelt im neuen "Tatort" zum ersten Mal ohne seine ehemalige Kollegin.  Fotoquelle:  rbb/Conny Klein

Die Dreharbeiten für einen neuen "Tatort" aus Berlin haben am 16. Juni begonnen: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg bestätigte den Arbeitstitel "Zwei minus Eins gleich Null". Das Besondere am Film: Boris Aljinovic kehrt nach über zehn Jahren als Ermittler Felix Stark zurück; er gehörte von 2001 bis 2014 zur Berliner Mordkommission und ist für eine einzelne Episode wieder dabei.

"Tatort" Berlin: Karow ermittelt nach Bonards Abschied allein

Im Mittelpunkt des neuen Falls steht Robert Karow, gespielt von Mark Waschke. Nach dem Abschied seiner Kollegin Susanne Bonard, dargestellt von Corinna Harfouch, ermittelt Karow nun erst einmal allein. Polizei und Staatsanwaltschaft stoßen auf den Leichnam eines Mathematikstudenten, der erhängt in seiner Wohnung gefunden wird. Zunächst gilt der Fall als Suizid – auch für Staatsanwältin Sara Taghavi, gespielt von Jasmin Tabatabai.

Karow findet jedoch Hinweise, die dem Suizidverdacht widersprechen. Er prüft Verbindungen zu ungeklärten älteren Fällen und stößt dabei auf frühere Ermittlungen von Felix Stark. Damals verfolgte Stark einen Serienmörder, dessen Taten fälschlicherweise als Suizide eingestuft wurden. Kollegen nahmen ihn seinerzeit nicht ernst.

Stark liefert neue Ermittlungserkenntnisse und erweist sich für Karow als überraschender Verbündeter. Langfristig ist die Wiederkehr aber nicht – die Produktion bezeichnete Aljinovics Rückkehr explizit als einmaliges Comeback.

"Tatort" Berlin: Dreharbeiten und Besetzung

Laut Pressemitteilung dauern die Dreharbeiten bis Mitte Juli. Gedreht wird in Berlin und Brandenburg, unter anderem in Oranienburg sowie in Niederschönhausen, Charlottenburg und Tempelhof. Neben Boris Aljinovic und Mark Waschke sind Axel Werner, Monika Oschek, Johanna Polley und Jessica Maderski beteiligt.

Die Regie führt Mira Thiel, das Drehbuch schrieb Erol Yesilkaya. Für Karow kommt eine familiäre Krise hinzu: Sein Vater, gespielt von Dietrich Hollinderbäumer, wird ins Krankenhaus eingeliefert und zwingt ihn, sich mit persönlichen Fragen auseinanderzusetzen. Laut rbb ziehen sich beide Erzählstränge durch die Folge.

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