"Staying Alive - Stars singen mit Legenden": Produzenten begeistert - Fans entsetzt
Eine Musikshow, die es so im deutschen Fernsehen noch nie gab – und die schon nach Minuten für hitzige Debatten sorgte: In „Staying Alive – Stars singen mit Legenden“ stehen aktuelle Künstler im Duett mit verstorbenen Ikonen auf der Bühne. Möglich macht dies modernste KI-Technologie. Während die Produzenten von einer Revolution sprechen, reagieren viele Zuschauer im Netz entsetzt.
Moderiert wird die Show von Thore Schölermann (41), die zweite Aufzeichnung wird am 2. Mai 2026 auf ProSieben sowie beim Streamingdienst Joyn ausgestrahlt.
Elvis, Whitney, Freddie, Amy: Legenden als KI-Avatare auf der Bühne
In der Show werden Musikikonen wie Elvis Presley († 42), Whitney Houston († 48), Freddie Mercury († 45) und Amy Winehouse († 27) virtuell auf der Bühne wieder zum Leben erweckt, damit Stars der Gegenwart wie die No Angels, Samu Haber (50), Sasha (54) und Álvaro Soler (35) mit ihnen Duette singen.
Die genaue Funktionsweise der Technologie bleibt streng geheim, die Produzenten sprechen vom „Cola-Rezept“. Klar ist nur: Die Show wurde bereits im Oktober 2025 in Köln aufgezeichnet, das Studiopublikum bekam die synthetischen Avatare schon während der Produktion zu Gesicht.
Produzenten schwärmen: „Magisch“, „respektvoll“, „Innovation“
Für die Macher ist „Staying Alive“ weit mehr als eine herkömmliche Musikshow. Fabian Tobias (47) von Endemol Shine Germany lobt das Format als echte Innovation. Creative Director Kerstin Kalenberg (56) betont, Wertschätzung und Respekt gegenüber den Legenden hätten oberste Priorität gehabt. Ziel sei es gewesen, Vergangenheit und Gegenwart emotional zu verbinden und ein „Once-in-a-Lifetime“-Erlebnis für Künstler und Publikum zu schaffen.
Auch im Studio ist die Stimmung euphorisch. Tränen, Standing Ovations, Gänsehaut-Momente – die Interpreten zeigen sich tief bewegt von den Duetten mit ihren Idolen.
Fans im Netz: „Geschmacklos“, „makaber“, „Fiebertraum“
Ganz anders lesen sich die Reaktionen in den sozialen Netzwerken. Dort wird die Show teils heftig kritisiert. Begriffe wie „geschmacklos“, „respektlos“ und „makaber“ fallen häufig. Viele Zuschauer stören sich daran, dass verstorbene Künstler künstlich „wiederbelebt“ werden. Andere bemängeln die Qualität der technischen Umsetzung und sprechen von befremdlichen Deepfake-Bildern.
Einige Stimmen schlagen sogar vor, man hätte lieber mit Doubles oder Hologrammen arbeiten sollen, statt KI-Gesichter zu generieren. Dennoch gibt es auch positive Kommentare: Manche Zuschauer feiern, was mit moderner Technologie heute möglich ist, und empfinden die jeweilige Darbietung als bewegende Hommage.
Schwache Quoten trotz riesiger Aufmerksamkeit
Trotz der enormen Aufmerksamkeit blieben die Quoten der ersten Ausstrahlung laut „DWDL“ weit hinter den Erwartungen zurück - die Konkurrenz durch etablierte Musikshows – „Die Giovanni Zarrella Show“ (ZDF) und „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) – war groß. Ob „Staying Alive“ über die zwei bisher aufgezeichneten Folgen hinaus eine Zukunft haben wird, hängt stark vom Zuschauerinteresse ab.
Fest steht jedoch: Kaum eine Sendung hat das Publikum in der jüngsten Vergangenheit so gespalten wie diese. Für die einen ist es ein technisches Meisterwerk und eine emotionale Zeitreise. Für die anderen ist es ein ethisch fragwürdiges TV-Experiment. Vor allem aber zeigt „Staying Alive“ eines: KI im Fernsehen kann nicht nur faszinieren – sondern auch verstören.
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