Schwerer Schicksalsschlag: Horst Lichter dachte über ein Karriereende nach
Es war ein Moment, der alles veränderte. Ein Moment, der beinahe das Ende einer TV-Karriere bedeutet hätte. Dass Horst Lichter (64) heute zu den beliebtesten Gesichtern im deutschen Fernsehen gehört, ist diesem Moment gleichermaßen geschuldet. Eigentlich wollte der Moderator seine Laufbahn 2013, kurz bevor „Bares für Rares“ auf Sendung ging, komplett beenden.
Im Podcast von Barbara Schöneberger (52) sprach Lichter sehr offen über die schwerste Phase in seinem Leben. Auslöser für die Krise waren die Krebserkrankung und der Tod seiner Mutter. „Als ich meine Mutter begleitet habe, beim Entdecken des Krebses bis zum Tod, da war ich die Monate bei ihr“, schilderte er. Es war eine Zeit, die ihn emotional völlig aus der Bahn geworfen und ihm schmerzhaft vor Augen geführt hätte, dass Erfolg nicht alles ist.
„Ich kündige alles!“ – Horst Lichter zog radikalen Schlussstrich
Mitten auf dem Höhepunkt seiner Karriere als TV-Koch traf Lichter eine drastische Entscheidung. Er kündigte gleich fünf Verpflichtungen. „Danach habe ich gesagt: Das ist jetzt gut, ich kündige alles!“, erinnerte er sich. Der heute 64-Jährige merkte, dass er falsche Prioritäten gesetzt hatte und trotz seines beruflichen Erfolges innerlich unzufrieden war. Angesichts des Verlustes seiner Mutter rückte das Fernsehen für ihn plötzlich in den Hintergrund.
Es gab allerdings eine Ausnahme, denn ein Projekt ließ er sich nicht nehmen: die Pilotfolge einer neuen Trödel-Sendung, an deren Erfolg kaum jemand glaubte. Selbst Verantwortliche beim ZDF sollen skeptisch gewesen sein. Der Satz, den Lichter damals hörte, ist ihm bis heute im Kopf geblieben: Trödel funktioniere nicht im Fernsehen.
Ausgerechnet „Bares für Rares“ wurde zur Rettung
Was dann folgte, ist TV-Geschichte. „Bares für Rares“ entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Nachmittags-Sendungen im deutschen Fernsehen, erreicht regelmäßig hohe Quoten und läuft inzwischen auch als Primetime-Special. 2019 wurde die Sendung sogar mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Ausgerechnet das Format, an das niemand geglaubt hatte, wurde für Horst Lichter zur Rettung – beruflich und persönlich.
Heute ist der Moderator aus der Sendung nicht mehr wegzudenken. Sein Schnurrbart, seine menschliche Wärme und seine Begeisterung für die Geschichten hinter alten Gegenständen sind zu seinem Markenzeichen geworden.
Engagement abseits der Kamera: Feuerwehr und Familie
Abseits der TV-Welt lebt Lichter deutlich bewusster als früher. Er engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dormagen und genießt die Zeit mit seiner Ehefrau Nada (54). Vor Kurzem gönnte er sich sogar eine kleine „Bares für Rares“-Auszeit, die er mit einem Selfie auf Instagram dokumentierte – sehr zur Freude seiner Fans.
Rückblickend wird klar: Ohne den schwersten Schicksalsschlag seines Lebens wäre Horst Lichter womöglich nie bei „Bares für Rares“ gelandet. Manchmal entsteht aus einem persönlichen Tiefpunkt genau der Weg, der die Kraft hat alles zu verändern.
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