Anthony Mann

Emil Anton Bundesmann
Lesermeinung
Geboren
30.06.1906 in San Diego, Kalifornien, USA
Gestorben
29.04.1967 in Berlin, Deutschland
Sternzeichen
Biografie
Bevor Anthony Mann als Aufnahmeleiter zum Film kam, hatte er schon etliche Jahre Erfahrungen als Schauspieler und Regisseur am New Yorker Theater hinter sich. Im Filmgeschäft arbeitete er unter anderem mit Preston Sturges zusammen. So fungierte Mann etwa 1941 bei dem Klassiker "Sullivans Reisen" als Regie-Assistent. Ein Jahr später debütierte er als Filmregisseur mit dem Werk "Dr. Broadway". Doch auffallend waren eher seine häufig von Kameramann John Alton fotografierten film noir-Werke wie etwa "In der Klemme", "Geheimagent T." (beide 1947), "Schritte in der Nacht" (ungenannt), "Flucht ohne Ausweg" (beide 1948) und "Follow Me Quietly" (1949, ebenfalls ungenannt).

Allein zwischen 1950 und 1960 drehte Mann 18 Filme, von denen gleich 11 Western waren. Schon mit "Fluch des Blutes" zeigte er sein enormes Gespür für ungewöhnliche Geschichten. Denn hier lieferte Mann ein anderes Indianerbild als allgemein üblich. Mit "Winchester '73" fand er in James Stewart einen Hauptdarsteller, mit dem Mann noch viele weitere Filme drehen sollte. Denn Stewart verstand es hervorragend, den darzustellenden Charakteren jene psychologische Tiefe zu geben, die Mann haben wollte.

So folgten die Western-Klassiker "Meuterei am Schlangenfluss", "Nackte Gewalt" (beide 1952), "Über den Todespass" (1954) und "Der Mann aus Laramie" (1955). Außerdem drehte er mit Stewart so unterschiedliche Werke wie den Abenteuer-Streifen "Die Todesbucht von Louisiana" (1953), die Jazz-Biografie "Die Glenn Miller Story" (1954) und den Actionfilm "In geheimer Kommandosache" (1955).

1960 begann Anthony Mann mit den Dreharbeiten zu dem ambitionierten Sandalenfilm "Spartacus". Doch ständige Auseinandersetzungen mit Hauptdarsteller Kirk Douglas sorgen dafür, dass Mann durch Stanley Kubrick ersetzt wird. Obwohl ca. eine Stunde des Films von Mann stammen, bleibt er in den Credits ungenannt. Auch wenn dies für Mann eine negative Erfahrung war, so hatte er dadurch offenbar sein Herz für monumentale Ausstattungsfilme entdeckt. Denn 1961 inszenierte er den Historien-Film "El Cid", dem 1963 mit "Der Untergang des Römischen Reiches" ein noch aufwändigeres Spektakel folgte.

Anthony Mann starb im April 1967 in Berlin bei den Dreharbeiten zu dem Spionagefilm "Der Todestanz eines Killers", der dann von Hauptdarsteller Laurence Harvey beendet wurde. Weitere Filme von Anthony Mann: "Moonlight In Heaven" (1942), "Nobodys Darling" (1943), "My Best Gal", "Strangers In The Night" (beide 1944), "The Great Flamarion", "Two O'Clock Courage", "Sing Your Way Home" (alle 1945), "Strange Impersonation", "The Bamboo Blonde" (beide 1946), "Der parfümierte Killer" (1947), "Tödliche Grenze", "Das schwarze Buch" (beide 1949), "Side Street", "Die Farm der Besessenen" (beide 1950), "Verschwörung im Nachtexpress" (1951), "Draußen wartet der Tod" (1955), "Serenade", "Tag ohne Ende" (beide 1956), "Der Stern des Gesetzes" (1957), "Der Mann aus dem Westen", "Gottes kleiner Acker" (beide 1958), "Cimarron" (1960) und "Kennwort 'Schweres Wasser'" (1965).

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