Robert Taylor

Spangler Arlington Brugh Jr.
Geboren: 05.08.1911 in Filley, Nebraska, USA
Sternzeichen: Löwe
Gestorben: 08.06.1969 in Santa Monica, Kalifornien, USA

Zu seinen Schultagen war Robert Taylor eher sportlich und musisch interessiert. So spielte er leidenschaftlich gern Cello. Das weckte in ihm den Wunsch, Musik zu studieren. Er begann damit am Pomona College, aber die örtliche Theatergruppe war schon bald an dem gut aussehenden jungen Mann interessiert. Und so kam eins zum anderen.

Ein Talentsucher von MGM wurde auf den 23-jährigen Robert Taylor aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. 1934 gab Taylor sein Filmdebüt in "A Wicked Woman". Danach blieb er über Jahrzehnte hinweg ein vielbeschäftigter Schauspieler, der in unterschiedlichen Genres seinen Dienst tat. Der Anfang war allerdings auch gespickt mit gehässigen Rezensionen vermutlich neiderfüllter Kritiker, die Robert Taylor allein wegen seines blendenden Äußeren abqualifizierten. Doch trotz aller Häme wurde Taylor keinesfalls einspurig als Schönling eingesetzt.

Er spielte in Melodramen, so neben Greta Garbo in "Die Kameliendame" (1936), in Musicals ("Broadway Melody of 1936" und "Broadway Melody 1938"), in Boxerfilmen ("Schnelle Fäuste", 1938 als "Killer" McCoy), in Western ("Der letzte Bandit", 1941 als Billy The Kid), in Kriegsfilmen ("Flight Command", 1940 oder "Bataan", 1942) und im film noir, so besonders gut in "Der Tote lebt" (1941), "Anklage: Mord" (1947), "Geheimaktion Carlotta" (1949), "Heißes Pflaster" (1954) und "Partygirl - Das Mädchen aus der Unterwelt" (1958). Während des Zweiten Weltkriegs inszenierte er 17 Trainingsfilme für die US Navy.

In den Fünfzigerjahren war Taylor vor allem mit historischen Ausstattungsepen erfolgreich. Man sah ihn in "Quo Vadis" (1951) neben Peter Ustinov, sowie in den Ritterepen "Ivanhoe, der schwarze Ritter" (1952), "Die Ritter der Tafelrunde" (1953) und "Liebe, Tod und Teufel" (1955). Auch in Western wurde er gern besetzt, so in "Fluch des Blutes" (1950) als Indianer oder in "Verwegene Gegner" (1953), "Die letzte Jagd" (1955), "Der Schatz der Gehenkten" (1957) und "Vom Teufel geritten" (1958).

Bereits Ende der Fünfzigerjahre sank Taylors Stern, der sich durch seine Zusammenarbeit mit dem berüchtigten "McCarthy-Ausschuss" diskreditiert hatte, und er nahm eine Hauptrolle in der TV-Serie "The Detectives" an. Danach wurde er größtenteils in unbedeutenden Filmen eingesetzt, auch im Fernsehen oder in Auslandsproduktionen, z.B. in Spanien. Einziges Highlight dieser Zeit: William Castles Grusel-Thriller "Er kam nur nachts" (1964). Einer von Robert Taylors letzten Filmen war der eher drittklassige Western "Hondo" (1966) von Lee Katzin. Taylor starb an Lungenkrebs. Interessantes am Rande: Taylor war von 1939 bis 1951 mit der Schauspielkollegin Barbara Stanwyck verheiratet. Mit ihr stand er in "Er kam nur nachts" vor der Kamera. Seine zweite Ehefrau heiratete er 1954. Es war die gebürtige Hamburgerin Ursula Thiess, die nur in wenigen Filmen auftrat und mit Taylor gemeinsam in der TV-Serie "The Detectives" spielte.

Weitere Filme mit Robert Taylor: "Ein Arzt für alle Fälle" (1935), "His Brother's Wife" (1936), "A Yank At Oxford" (1938), "Stand Up And Fight" (1939), "Ihr erster Mann" (1940), "Stand By For Action" (1942), "Der unbekannte Geliebte" (1947), "Verschwörer", "Die Letzten von Fort Gamble" (beide 1949), "Karawane der Frauen" (1951), "Above And Beyond" (1952), "Die schwarze Perle", "Fotograf aus Liebe" (beide 1953), "Das Tal der Könige" (1954), "Ein Mann liebt gefährlich" (1955), "Zwischen Himmel und Hölle", "The Power And The Prize" (beide 1956), "Rivalen unter heißer Sonne", "The House Of The Seven Hawks" (beide 1959), "Die Flucht der weißen Hengste", "Revolverhelden von Wyoming" (beide 1962) und "Heiße Colts in harten Fäusten" (1966).


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