Jack Elam

Auch als weniger schöner Mann kann man in Hollywood Karriere machen: Jack Elam Vergrößern
Auch als weniger schöner Mann kann man in Hollywood Karriere machen: Jack Elam
Jack Elam
Geboren: 13.11.1916 in Miami, Florida, USA
Gestorben: 20.10.2003 in Ashland, Oregon, USA

Immer wenn in Western oder Gangsterfilmen eine dubiose, hässliche Visage gebraucht wurde, war Jack Elam zur Stelle. Oft waren seine Auftritt nur wenige Sekunden lang, dann hatte er sich schon eine Kugel eingefangen. Doch das Gesicht vergisst man nicht. In Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) ist er einer der drei Gangster, die am Anfang auf Charles Bronson warten. Das Resultat ist bekannt: Die drei Männer sind tot, bevor der Vorspann zu Ende ist.

Sein Markenzeichen ist das Schielauge: Seit seiner Kindheit ist Jack Elam auf einem Auge blind. Was einerseits eine erhebliche Behinderung darstellt, bringt ihm später in Hollywood zahlreiche Rollen ein. Vom Killer bis zum Dorftrottel ist er für alles zu gebrauchen. Als Kind arbeitet der junge Jack auf den Baumwollfeldern Floridas. Später siedelt er nach Kalifonien über, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg am Santa Monica Junior College seinen Abschluß macht. Danach arbeitet er als Buchhalter. Zu seinen Kunden zählen eine Reihe von Hollywoodstars.

Gleichzeitig leitet er als Manager das Bel Air Hotel. Der Doppeljob hat beinahe fatale Folgen: Wegen der hohen Anforderungen in seinen Jobs ist er drauf und dran, auch auf seinem zweiten Auge die Sehkraft zu verlieren. Er nimmt deshalb den Rat von Freunden an, es beim Film zu versuchen. Seit den späten Vierzigerjahren sieht man ihn in weit über 100 Filmen. Meist ist er ein mieser Schuft, ab und zu spielt er auch komische Rollen, zum Beispiel in "Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe" (1968) und "Latigo" (1970), beide mit James Garner.

In seiner Karriere arbeitet Jack Elam mit zahlreichen bedeutenden Regisseuren. Deshalb taucht er - kurz, aber prägnant - in vielen Klassikern auf. Zu seinen Filmen zählen: "Der letzte Scharfschütze" (1950) von Henry King, "Zwölf Uhr mittags" (1952) von Fred Zinnemann, "Vera Cruz" (1954) und "Rattennest" (1955) von Robert Aldrich, "Wichita" (1955) von Jacques Tourneur, "Zwei rechnen ab" (1957) von John Sturges, "Die unteren Zehntausend" (1961) von Frank Capra, "Die Comancheros" (1961) von Michael Curtiz und "Rio Lobo" (1970) von Howard Hawks.

1993 spielte er in "Bonanza - Angriff auf die Ponderosa", der Neuauflage der klassischen TV-Serie. Er war zweimal verheiratet und hat drei Kinder: zwei Töchter und einen Sohn. Weitere Filme mit jack Elam: "Der Held von Mindanao", "Der Tiger von Texas", "Zweikampf bei Sonnenuntergang" (alle 1950), "Der vierte Mann", "Engel der Gejagten" (beide 1952), "Überfall in Texas", "Verwegene Gegner" (beide 1953), "Königin der Berge" (1954), "Das Schloss im Schatten", "Der Agentenschreck", "Der Mann aus Laramie", "Mit stahlharter Faust", "Tarzan und der schwarze Dämon" (alle 1955), "Duell am Apachenpass", "Wo Männer noch Männer sind" (beide 1956), "Der Galgen muss warten", "Die Uhr ist abgelaufen" (beide 1957), "Strich durch die Rechnung" (1958), "Der Mann aus Arizona" (1959), "El Perdido" (1961), "Vier für Texas" (1963), "Rancho River" (1965), "Die Todes-Ranch", "Duell der Gringos" (beide 1966), "Die fünf Vogelfreien" (1967), "Wie klaut man ein Gemälde?" (1968), "Der schärfste aller Banditen", "Rauhes Land" (beide 1970), "In einem Sattel mit dem Tod" (1971), "The Winds Of Autumn" (1975), "Grauadler" (1977), "Die Rückkehr der Semmelknödelbande", "Heiße Schüsse - Kalte Füße", "Kaktus-Jack" (alle 1979), "Fantasy Island: Der Teufel und die Schönen" (1981), "Soggy Bottom U.S.A.", "Verhext" (beide 1982), "Aurora - Der Besucher aus dem All", "Die Entscheidung am Long Hill" (beide 1986), "Die glorreichen Neun", "Gringos, Gold und flotte Girls" (beide 1988), "Der Riese aus den Donnerbergen", "Der Ritter aus dem All" (beide 1991) und "Für Gesetz und Mord" (1992).

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