Oskar Werner

Oskar Josef Bschließmayer
Lesermeinung
Geboren
13.11.1922 in Wien, Österreich
Gestorben
23.10.1984 in Marburg an der Lahn, Deutschland
Sternzeichen
Biografie
Seine Rollen in den Truffaut-Filmen "Jules und Jim" und "Fahrenheit 451" machten ihn weltbekannt: der Schauspieler Oskar Werner, der bereits im Alter von 18 Jahren sein Bühnendebüt am berühmten Wiener Burgtheater gab. Als lebenslanger Pazifist stand Werner dem Nationalsozialismus äußerst skeptisch gegenüber und benutze schließlich die erstbeste Möglichkeit zur Flucht aus der Armee, in die er kurz vor Ende des Krieges einberufen wurde.

Später nahm Werner seine Bühnenkarriere wieder auf, debütierte 1949 mit "Eroica" auch auf der Leinwand. "Ich bin mit dem Theater verheiratet, und die Filme sind nur meine Fehltritte", soll er einmal gesagt haben. 1950 spielt er an der Seite von Hildegard Knef in Anatole Litvaks Spionagefilm "Entscheidung im Morgengrauen". Die Produktionsgesellschaft Fox sieht Werner schnell als kommenden Hollywood-Star. Allerdings nur kurze Zeit, weitere Theater- und Filmauftritte folgten: als "Mozart" in dem Film "Reich mir die Hand mein Leben" (1955) von Karl Hartl und in einer kleinen, aber wichtigen Rolle als Student in "Lola Montez" von Regisseur Max Ophüls.

Und dann seine größte Rolle: Als intellektueller Romantiker Jules spielt er in Truffauts Meisterwerk "Jules und Jim" (1961) an der Seite von Henri Serre als Jim. Beide lieben die gleiche Frau: (Jeanne Moreau). 1965 folgt die erste und einzige Oscar-Nominierung für den Charakterdarsteller für seine schauspielerische Leistung als Schiffsarzt Dr. Schumann in "Das Narrenschiff" (1964). Zwei Jahre später seine zweite große Rolle in einem Truffaut-Film: Als Feuerwehrmann Montag, der eigentlich Bücher verbrennen soll, wird er in dem Sciencefiction-Film "Fahrenheit 451" zum Bücherfreund, der für seine neue Liebe sogar mordet. Sein kaltes Spiel - für den Stoff sehr gut geeignet - kostete ihn die Freundschaft Truffauts, der sich nach und nach von ihm abwandte. Ein akutes Alkoholproblem zwang Werner schließlich Ende der Sechzigerjahre, sich vollständig von Bühne und Film zurückzuziehen.

Weitere Filme mit Oskar Werner: "Das gestohlene Jahr" (1951), "Der letzte Akt" (1955), "Spionage" (1955), "Der Spion, der aus der Kälte kam" (1965), "Zwischenspiel" (1967), "In den Schuhen des Fischers" (1968), "Columbo: Payback" (1974) und "Reise der Verdammten" (1976).

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