12 Years A Slave

  • Mit Peitschenhieben werden Solomon (Chiwetel Ejiofor) und die anderen Sklaven zum Baumwollpflücken angehalten. Vergrößern
    Mit Peitschenhieben werden Solomon (Chiwetel Ejiofor) und die anderen Sklaven zum Baumwollpflücken angehalten.
    Fotoquelle: ProSieben / TOBIS FILM
  • Vor seiner Verschleppung war Solomon (Chiwetel Ejiofor) mit seiner Familie auch ein von Weißen geachteter Bürger. Vergrößern
    Vor seiner Verschleppung war Solomon (Chiwetel Ejiofor) mit seiner Familie auch ein von Weißen geachteter Bürger.
    Fotoquelle: ProSieben / TOBIS FILM
  • Solomon (Chiwetel Ejiofor, rechts) versucht, Patsey (Lupita Nyong'o) vor den Ausbrüchen Edwin Epps (Michael Fassbender) zu schützen. Vergrößern
    Solomon (Chiwetel Ejiofor, rechts) versucht, Patsey (Lupita Nyong'o) vor den Ausbrüchen Edwin Epps (Michael Fassbender) zu schützen.
    Fotoquelle: ProSieben / TOBIS FILM
  • Die Begegnung mit dem kanadischen Zimmermann Samuel Bass (Brad Pitt, rechts) weckt in Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) Hoffnungen. Vergrößern
    Die Begegnung mit dem kanadischen Zimmermann Samuel Bass (Brad Pitt, rechts) weckt in Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) Hoffnungen.
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  • Für den Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch, links) ist Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) ein Anlageobjekt. Vergrößern
    Für den Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch, links) ist Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) ein Anlageobjekt.
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  • Regisseur Steve McQueen (links) gibt Chiwetel Ejiofor (rechts) am Set Anweisungen. Vergrößern
    Regisseur Steve McQueen (links) gibt Chiwetel Ejiofor (rechts) am Set Anweisungen.
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  • Lupita Nyong'o gewann einen Oscar für ihre Darstellung der Patsey, die nicht nur das Begehren ihres Sklaventreibers Edwin Epps erweckt und von ihm brutal vergewaltigt wird, sondern auch von dessen eifersüchtiger Ehefrau mit Grausamkeit bedacht wird. Vergrößern
    Lupita Nyong'o gewann einen Oscar für ihre Darstellung der Patsey, die nicht nur das Begehren ihres Sklaventreibers Edwin Epps erweckt und von ihm brutal vergewaltigt wird, sondern auch von dessen eifersüchtiger Ehefrau mit Grausamkeit bedacht wird.
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Spielfilm, Drama
Was ein Mensch wert ist
Von Andreas Günther

Infos
Spielfilm in HD, [Bild: 16:9 ]
Originaltitel
12 Years A Slave
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2013
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 16. Januar 2014
DVD-Start
Do., 15. Mai 2014
ProSieben
So., 11.11.
20:15 - 23:00


Wie werde ich die Ketten los? Virtuos und authentisch wirkend wird die Leidenszeit eines frei geborenen Afroamerikaners in der Sklaverei rekapituliert.

Wie war das um 1840, 1850 auf den Plantagen in Louisiana? Wenn ein Sklave wie Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), von den Weißen nur Platt genannt, sich handgreiflich gegen seinen Aufseher Tibeats (Paul Dano) erhebt, muss er dann nicht mit dem Tode rechnen? Im Prinzip wohl ja, aber das Drama "12 Years A Slave" (2013) zeigt, dass die Dinge wesentlich verzwickter sein konnten. Als Tibeats drauf und dran ist, Solomon zu hängen, richtet sein Vorgesetzter eine Pistole auf ihn: Stirbt der Sklave, verliert der Master viel Geld. Während die Weißen streiten, hält sich Solomon unter Aufbietung aller Kräfte auf den Zehenspitzen aufrecht, damit die Schlinge ihn nicht erdrosselt. Über viele Stunden, in glühender Hitze. ProSieben zeigt das zutiefst berührende Drama, das 2014 mit drei Oscars ausgezeichnet wurde, jetzt erneut.

Solomon am Strick ist für Tibeats ein Hassobjekt, für den Master, den Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch), hingegen eine Anlage. Wenn dieser Umstand auch sein Leben retten könnte, beraubt er ihn doch des Menschseins. Nicht besser ergeht es Solomons Leidensgenossin Patsey (Lupita Nyong'o) als Lustobjekt des sadistischen Plantagenbesitzers Edwin Epps (Michael Fassbender).

Dem Sujet seiner ersten beiden Spielfilme ist der afrobritische Regisseur Steve Rodney McQueen treu geblieben, und er erweiterte es. "Hunger" (2008) über einen inhaftierten IRA-Kämpfer und "Shame" (2011) über einen Sexsüchtigen drehen sich darum, inwieweit Menschen Gefangene ihres Körpers sind und inwieweit sie sich den Regeln anderer unterwerfen müssen oder ihnen widerstehen können. Die Verfilmung des authentischen autobiografischen Berichts "12 Years A Slave" von Solomon Northup gibt dem Thema geschichtliche Tiefe.

Als frei geborener Afroamerikaner und geachteter Bürger innerhalb einer weißen Mehrheitsgesellschaft lebt der Musiker und Handwerker Northup mit Frau und Kindern in Saratoga, New York, ehe ihn zwei Betrüger an Sklavenhändler verschachern. In Ketten erwacht er in einem Albtraum aus Peitschenhieben, Schuften bis zum Umfallen und unendlicher Demütigung. Aber die Begegnung mit dem kanadischen Zimmermann Samuel Bass (Brad Pitt) weckt auch Aussicht auf Rückkehr zu seiner Familie.

Zwangsläufig tauscht McQueen den scharfen eigenen Blick gegen den der Geschichtsforscher und den von Northup ein, die einzig Authentizität verbürgen können. Er verwandelt, getragen vom ausdrucksstarken Hauptdarsteller, die Erlebnisse eines Menschen aus einem fernen Jahrhundert in eine moderne, psychologisch grundierte Bildsprache. Der zeitlosen Angst vor dem Verlust des Menschseins wird sie vollauf gerecht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "12 Years a Slave" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "12 Years a Slave"

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