Asteroideneinschläge - Der Ursprung des Lebens?
02.05.2026 • 21:45 - 22:40 Uhr
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Originaltitel
Impacts de météorites
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2024
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Asteroideneinschläge - Der Ursprung des Lebens?

Im sogenannten Hadaikum prägten gewaltige Kollisionen mit anderen Himmelskörpern unseren Planeten. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass in dieser unwirtlichen, von gewaltigen Einschlägen geprägten Welt kein Leben hätte entstehen können. Doch was, wenn genau diese Einschläge nicht das Ende, sondern den Anfang allen Lebens markierten? Ein internationales Forschungsteam geht dieser Frage nach - von den Gebirgen Südafrikas, wo die ältesten Gesteine der Erde aus dem Archaikum erhalten sind, bis zu den Laboren der NASA, in denen Proben des Asteroiden Bennu analysiert werden. Die ältesten Mikrofossilien, die auf der Erde gefunden wurden, belegen, dass es bereits vor 3,5 Milliarden Jahren Leben gab. Geochemische Spuren deuten sogar darauf hin, dass erste Lebensformen noch früher entstanden sein könnten - zu einer Zeit, als Asteroideneinschläge noch in vollem Gange waren. Um dieses scheinbare Paradox zu erklären, untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Spuren: die seit Milliarden Jahren unveränderten Einschlagkrater auf dem Mond, die großen Impaktkrater der Erde wie den Chicxulub-Krater in Mexiko oder das Nördlinger Ries in Deutschland. Doch nicht nur die Energie der Einschläge könnte eine Rolle bei der Entwicklung des Lebens gespielt haben. Meteoriten enthalten organische Moleküle wie Aminosäuren, die als Grundbausteine des Lebens gelten. Mithilfe modernster digitaler Modellierungsmethoden, die die Bedingungen auf der Urerde simulieren, und der Analyse außerirdischer Gesteinsproben entwickeln die Forschenden eine neue Theorie: Die Einschläge könnten nicht nur die Oberfläche unseres Planeten geformt, sondern auch die notwendigen Zutaten für die Entstehung erster Zellen geliefert haben. Doch die Bedeutung dieser Erkenntnisse reicht noch weiter. Wenn Asteroideneinschläge tatsächlich Leben ermöglicht haben - könnte dann derselbe Mechanismus auch auf anderen Planeten im Universum wirken?

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