Der Deutsche Filmpreis 2023
12.05.2023 • 23:30 - 03:00 Uhr
Unterhaltung, Gala
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Originaltitel
Der Deutsche Filmpreis 2023
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
Unterhaltung, Gala

Viel junge Wucht bei Deutschlands wichtigster Kino-Trophäe

Von Eric Leimann

"Der Deutsche Filmpreis 2023" wird in Berlin verliehen. Das ZDF zeigt die Gala zeitversetzt um 23.30 Uhr oder im Live-Stream (ZDF Mediathek) ab 19 Uhr. Wird "Im Westen nichts Neues" wie bei den Oscars triumphieren? Die Konkurrenz, darunter viele junge Stoffe mit Wucht, ist 2023 durchaus stark.

Vieles ist neu in diesem Jahr beim Deutschen Filmpreis, selbst wenn die Lolas – so heißen die zu vergebenden Trophäen – wie immer im goldenen Glanz erstrahlen: Nach acht Jahren auf dem Gelände der Messe Berlin wird die erstmals auch in der ZDF Mediathek ab 19 Uhr "live" übertragene Gala nun wieder im Theater am Potsdamer Platz stattfinden. Mit Katja von Garnier ("Bandits") kümmert sich eine erfahrene Filmemacherin – gemeinsam mit Vartan Bassil – um die Inszenierung, und mit Schauspielerin Jasmin Shakeri ("Einfach mal was Schönes", "Deadlines") ist auch die Moderationsstelle neu besetzt. Das Wichtigste bleiben jedoch die Filme, und die bieten 2023 mit "Im Westen nichts Neues" (vier Oscars!) einen großen Favoriten auf. Insgesamt ist das wuchtige Kriegsdrama für zwölf Lolas nominiert. Unter anderem darf sich Felix Kammerer (neben Charly Hübner für "Mittagsstunde" und Mehdi Bajestani für "Holy Spider") Hoffnungen als Hauptdarsteller machen.

Die in der Königskategorie "Bester Film" nominierten Streifen erzählen in diesem Jahr fast allesamt junge Geschichten: "Das Lehrerzimmer" spielt an einer Problemschule, "Rheingold" von Fatih Akin erzählt das Leben eines deutschen Rappers, "Sonne und Beton" das Aufwachsen einer prekären Jugendclique in Berlin und "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" beschreibt das Aufwachsen eines Jungen, dessen Vater (Devid Striesow) eine Psychiatrie leitet. Nur der im Iran spielende Film "Holy Spider", der für Dänemark ins Oscar-Rennen ging, in Cannes lief und mit deutschem Geld finanziert wurde, schert aus dem "Coming of Age"-Kanon des Jahrgangs 2023 aus.

Leonie Benesch, Sandra Hüller oder Zar Amir Ebrahimi?

Bei den Darstellerinnen beeindruckte Leonie Benesch als junge Pädagogin in "Das Lehrerzimmer", der erst am 4. Mai in die Kinos kam. Neben ihr sind Sandra Hüller für "Sisi und ich" sowie Zar Amir Ebrahimi ("Holy Spider") als Hauptdarstellerinnen nominiert. Bei den Regisseuren können sich neben Edward Berger ("In Westen nichts Neues"), Ali Abbasi ("Holy Spider"), Ilker Çatak ("Das Lehrerzimmer") und Sonja Heiss ("Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war") Hoffnungen machen. Zwei Preisträger stehen indes schon vor Beginn der Gala am Abend des 12. Mais fest: Volker Schlöndorff erhält den "Ehrenpreis" für sein Lebenswerk und der Kinderfilm "Die Schule der magischen Tiere 2" wird als besucherstärkster ausgezeichnet.

Der Deutsche Filmpreis 2023 – Fr. 12.05. – ZDF: 23.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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