Drei vom Leben gezeichnete Freunde jagen in einem unterhaltsamen Roadmovie einem nie wahr gewordenen Jugendtraum hinterher.

Es hätte so schön werden können: Im Sommer nach ihrem Abitur wollten die drei Freunde Alex (Bastian Pastewka), Ole (Fabian Busch) und Paul (Hans Löw) auf ein Konzert ihrer Lieblingsband Madness gehen. Leider ist aus diesem Traum nie etwas geworden. 25 Jahre später bietet sich eine neue Chance: Madness treten erneut in Deutschland auf, und diesmal wollen die drei das Event auf keinen Fall verpassen. Wie das ausgeht, zeigt der Film "Der Sommer nach dem Abitur".

Alex, Paul und Fabian sind inzwischen Mitte 40 und haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Kein Wunder also, dass niemand so recht über den anderen Bescheid weiß. Auf einem nostalgischen Roadtrip quer durch Deutschland in einem klapprigen Golf wollen sie das Versäumte nun nachholen. Doch wie zu erwarten, geht dieses Vorhaben gründlich schief: Vor allem Alex scheint von dem jugendlichen Leichtsinn seiner Kumpels nicht gerade angetan zu sein. Immerhin ist er ein steifer Pharmareferent, der mehr als nur ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Doch auch Ole und Paul sind nicht mehr die unbeschwerten Jungs von damals, die sie so gerne wären. Auch sie haben ihre Sorgen, die sie auf ihrer Reise in so manch brenzlige Situation befördern und die gemeinsame Freundschaft auf eine harte Probe stellen. Am Ende müssen sich alle drei eingestehen, dass man nicht jede verpasste Chance so mir nichts dir nichts nachholen kann...

Roadmovie mit Nostalgie-Garantie

"Der Sommer nach dem Abitur" ist bereits die zweite Zusammenarbeit von Bastian Pastewka und Drehbuchautor Marc Terjung. 2011 hatten sie mit der schwarzen Komödie "Mutter muss weg" bereits durchschlagenden Erfolg. Nun glänzt der Star-Comedian erneut in seiner Paraderolle des Spießers. Gemeinsam mit den nicht weniger überzeugenden Fabian Busch und Hans Löw sowie zahlreichen prominenten Nebendarstellern (unter anderem den "Polizeiruf 110"-Stars Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau) sorgt er für gelungene, kurzweilige und stellenweise schwarzhumorige Unterhaltung. Vor allem die Altersgenossen der Protagonisten dürften an diesem Stück Gefallen finden.

Der Film strotzt vor Nostalgie, da sorgt nicht nur der Golf mit Kassettenfach für wohlige Erinnerungen. Auch die Musik, die Regisseur Eoin Moore zur Untermalung wählt, katapultiert gewiss viele Mittvierziger in ihre eigene Jugend zurück: Neben Madness sorgen Künstler wie Widney Houston oder AC/DC für die passende musikalische Untermalung der spannenderen Szenen. Gleichzeitig animiert die Komödie, mit einem Augenzwinkern über die eigene Vergangenheit und so manches Laster zu sinnieren, während Pauls zehn Jahre jüngere Bekannte Stefanie (Pegah Ferydoni) eine Brücke in die bessere Zukunft schlägt und nicht zuletzt Ole Grund zur Hoffnung gibt.

Der Sommer nach dem Abitur – Fr. 28.02. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH