Der letzte Patriarch
12.04.2026 • 15:35 - 17:05 Uhr
Fernsehfilm, Drama
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prisma-Redaktion
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Originaltitel
Der letzte Patriarch
Produktionsland
D, SIN
Produktionsdatum
2010
Kinostart
Fr., 10. September 2010
DVD-Start
Do., 16. September 2010
Fernsehfilm, Drama

Der letzte Patriarch

Das Familiendrama in Zeiten von Globalisierung und Produktpiraterie zeigt Mario Adorf als norddeutschen Marzipanfabrikanten, dessen Lebenswerk vor dem Ruin steht. Konrad Hansen, ein Patriarch vom alten Schlag, ist Chef einer Lübecker Marzipanfabrik. Als er zurücktritt, kommt es zum Streit um das Familienimperium. Sein Nachfolger wird nicht wie erwartet sein erstgeborener Sohn Sven, sondern der smarte Überflieger Lars. Lars hatte den Vater durch die zukunftsorientierte - aber auch riskante - Expansion der Firma nach China beeindruckt. Die Familie ist über die einsame Entscheidung des Patriarchen entsetzt, es kommt zum Disput. In der Krise besinnt Konrad sich auf seine langjährige Vertraute Ruth, eine Künstlerin, die zurückgezogen auf dem friesischen Land lebt und der er vertraut. Noch ahnt Konrad nicht, wie schnell er seine Entscheidung bereuen wird. Als er mit seiner deutlich jüngeren Frau Valerie und Lars zum Richtfest der neuen Fabrik in Schanghai eintrifft, erreicht ihn eine schockierende Nachricht: Chinesische Produktpiraten haben die streng gehütete Rezeptur des Hansen-Marzipans perfekt imitiert. Konrad befürchtet, dass die billige Fälschung das Hansen-Imperium zum Einsturz bringen könnte. Nur widerwillig nimmt er die Hilfe des Wirtschaftsjournalisten Florian von Wachsmuth in Anspruch. Konrad muss zurück nach Lübeck, um dort das Schlimmste zu verhindern. Bei seinen Recherchen ist von Wachsmuth tatsächlich erfolgreich. Dabei kommt er einem sorgsam gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur, das Konrad gerne unter Verschluss gehalten hätte. In der Titelrolle, die Mario Adorf auf den Leib geschrieben wurde, spielt der Grandseigneur des deutschen Films einen Charakter mit Ecken und Kanten: "Hansen ist ein charmanter Kotzbrocken, der ganz schön hart sein kann. Aber er erkennt seine Fehler und lernt daraus. Das hat die Rolle für mich so interessant gemacht", erklärt Mario Adorf. Hannelore Elsner ist als seine alte Freundin zu sehen. Michael Steinke inszenierte nach einem Buch der mehrfach ausgezeichneten Autorin Brigitte Blobel. Als Drehorte könnten das malerische Lübeck und die Skyline der fernöstlichen Wirtschaftsmetropole Schanghai kaum gegensätzlicher sein.

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