Die Eifelpraxis - Verlorener Vater
19.07.2024 • 20:30 - 22:00 Uhr
Serie, Dramaserie
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Originaltitel
Die Eifelpraxis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Serie, Dramaserie

Neues aus Monschau, wo jeder jeden kennt

Von Elisa Eberle

Im 13. Teil der ARD Degeto-Reihe "Die Eifelpraxis" gräbt Vicky (Jessica Ginkel) nicht nur in der eigenen familiären Vergangenheit: Als engagierte Versorgungsassistentin legt sie sich auch mit der Klinik und den Krankenkassen an. Ob das gutgeht?

"Kannst du mir die Nummer von meinem Erzeuger schicken?", fragt Kim (Carlotta von Falkenhayn) zu Beginn des nun wiederholten 13. Films aus der Reihe "Die Eifelpraxis" (Regie: Petra K. Wagner), und dem erfahrenen TV-Publikum wird klar: Die Geschichte, die unter dem vielsagenden Titel "Verlorener Vater" steht, wird wohl keine allzu fröhliche sein.

Tatsächlich untertreibt der Titel sogar etwas, geht es doch nicht um einen einzelnen "verlorenen Vater", sondern um gleich mehrere Väter. Da wäre zunächst Kims "Erzeuger", der ihre Mutter Vicky (Jessica Ginkel) am Ende einer Urlaubsbekanntschaft schwanger zurückließ. Bislang hat sich Kim nicht groß für Ronnie interessiert: "Ich hatte nie das Gefühl, mir fehlt was", erklärt sie ihrer Freundin Maria (Lilli Jellinek), die ebenfalls ohne Vater aufwächst. Nun aber arbeiten die beiden Mädchen an einem Stammbaumprojekt für die Schule und decken während ihrer Recherchen so manches düsteres Familiengeheimnis auf ...

Die Versorgungsassistentin Vicky und ihr Chef, Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz), haben derweil andere Sorgen: In ihrer Praxis wird Bernd Wachler (Christoph Bach) vorstellig, der unter mysteriöser Atemnot leidet. Eigentlich wäre eine Überweisung ins Krankenhaus angezeigt, doch da Wachler nicht versichert ist, weigert sich die zuständige Ärztin Dr. Harris (Kristin Alia Hunold), ihn auf eigene Kosten zu behandeln. Der Zufall will es, dass Bernd Wachler der Vater von Kims Freundin Maria ist. Als Vicky das erfährt, versucht sie, Marias Mutter (Olivia Gräser) davon zu überzeugen, ihren Noch-Ehemann, von dem sie seit langem getrennt lebt, in die Familienversicherung aufzunehmen.

Die Welt ist klein in Monschau

Chris versucht sein Glück derweil an einer anderen Stelle: Wie sich herausstellt, promoviert Dr. Harris über exakt jene klinische Studie, durch die der querschnittsgelähmte Chris wieder laufen lernen sollte. Da die Fortschritte trotz regelmäßigem Training seit Wochen stagnieren, erwägt Chris ernsthaft, die Behandlung abzubrechen. Als Dr. Harris ihn umstimmen will, wittert der gewiefte Mediziner seine Chance: "Machen wir einen Deal", schlägt er der jungen Kollegin vor: "Ich fülle diesen Fragebogen aus, und Sie helfen mir bei der Diagnostik von Herrn Wachler." Zähneknirschend willigt Harris ein.

Vielleicht sind es ein wenig viele Zufälle und persönliche Verbindungen, die das Konstrukt von Drehbuchautorin Freya Stewart zusammenhalten. Andererseits zählte das beschauliche Städtchen Monschau, in dem "Die Eifelpraxis" seit jeher spielt, im Dezember 2021 überschaubar 12.407 Einwohnerinnen und Einwohner. Gut möglich also, dass hier wie auch in vielen anderen deutschen Kleinstädten jede jeden irgendwie kennt.

Der Fall des unfreiwillig unversicherten Patienten ist jedenfalls alles andere als weit hergeholt, wie Stewart erklärt: "Die gesetzlichen Krankenversicherungen sind nicht verpflichtet, Menschen aufzunehmen, die ihre Privatversicherung verloren haben oder auf andere Art aus dem System gefallen sind. Ich finde aber in einem Sozialstaat sollten alle Menschen ein Recht auf Gesundheitsfürsorge haben." Darin ist sie sich mit der von Jessica Ginkel wie immer sehr sympathisch und inspirierend gespielten Versorgungsassistentin Vicky Röver einig.

Die Dreharbeiten zu zwei weiteren Filmen unter den Arbeitstiteln "Die Eifelpraxis – Wann, wenn nicht jetzt?" und "Die Eifelpraxis – Lieben und leben lassen" fanden im Frühjahr 2023 statt.

Die Eifelpraxis – Verlorener Vater – Fr. 19.07. – ARD: 20.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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