Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis
28.01.2026 • 00:00 - 01:30 Uhr
Fernsehfilm, Historienfilm
Lesermeinung
Das Schicksal der Passagierin Martha, gespielt von Britta Hammelstein, steht stellvertretend für viele Frauen mit
ihren Kindern an Bord.
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Aufnahme: Passagiere des Schiffes „St. Louis“. Die Passagiere gehen in Hamburg an Bord.
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In einer Zeit, in der Solidarität und Menschlichkeit wichtiger denn je sind, zeigt Kapitän Gustav Schröder (Ulrich Noethen) immer wieder Umsicht und Zivilcourage. Doch die rund 900 jüdischen Passagiere der "St. Louis" werden von keinem Land aufgenommen.
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Auch unter der Besatzung des Schiffes finden sich treue Anhänger der NS-Politik: Otto Hendrich (Florian Panzner, re.), ein Steward an Bord der "St. Louis", ist den Passagieren alles andere als wohlgesonnen.
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Originaltitel
Die Ungewollten - Die Irrfahrt der "St. Louis"
Produktionsland
D, P
Produktionsdatum
2019
Altersfreigabe
12+
Fernsehfilm, Historienfilm

Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis

Ein altes Grammofon, Briefe und ein Tagebuch. Auf dem Dachboden einer Hamburger Villa lag jahrelang unentdeckt eine alte Seekiste, der Nachlass von Gustav Schröder. Er war Kapitän auf dem Transatlantik-Passagierschiff der HAPAG, der "St. Louis". Sein Name erinnert in der Internationalen Holocaust Gedächtnisstätte Yad Vashem in Jerusalem an die dramatischen Ereignisse an Bord der "St. Louis". Voller Zuversicht verlassen 937 jüdische Flüchtlinge 1939 den Hamburger Hafen. Nazideutschland hinter sich, die Freiheit vor sich. Ein Visum für Kuba verspricht ein Leben ohne Angst. Doch Havanna verweigert die Einreise. Kapitän Schröder nimmt Kurs auf die USA. Auch Washington lässt die "St. Louis" nicht in einen sicheren Hafen. Als auch noch Kanada die Aufnahme verweigert, gerät die Fahrt in die Freiheit zur Odyssee auf dem Atlantik. An Bord machen die Worte Selbstmord und Meuterei die Runde. Knapp einen Monat nach dem Verlassen des Hamburger Hafens läuft die "St. Louis" in Antwerpen (Belgien) ein. Fast ein Drittel der Passagiere werden in den folgenden Jahren von den Nazis ermordet. Die größte Krise mit Geflüchteten in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und aufkeimender Antisemitismus lassen die Ereignisse an Bord der "St. Louis" erschreckend aktuell erscheinen. 2019 erinnerte die "Washington Post" an die Ereignisse aus dem Jahr 1939, Kanadas Premierminister Justin Trudeau entschuldigte sich bei den Familien der jüdischen Geflüchteten, die einst von Kanada abgewiesen wurden. Der NDR entwickelte mit dem SWR, rbb und HR ein Dokudrama in Spielfilmqualität. Das Drehbuch basiert auf Tagebucheintragungen Gustav Schröders, die dem Film im Zusammenspiel mit beeindruckendem Archivmaterial und den Hauptdarstellern Ulrich Noethen und Britta Hammelstein eine sehr emotionale Ebene verleihen.

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