Die verrückte Suche nach dem Nazischatz
28.09.2025 • 23:45 - 00:25 Uhr
Info, Geschichte
Lesermeinung
Szenische Rekonstruktion der Suche einer US-Sondereinheit auf tschechoslowakischen Gebiet nach Kriegsende.
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Haben die Nazis geraubte Schätze vergraben? Nach dem Krieg gräbt eine US-Sondereinheit in der damaligen Tschechoslowakei auf der Suche nach dem vermeintlichen Nazi-Schatz.
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Der Staudamm von Stechovice südlich von Prag
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Ein Fluss bei Stechovice
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Originaltitel
Die verrückte Suche nach dem Nazischatz
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Geschichte

Doku fragt: Sind Milliarden unter der Erde verborgen?

Von Hans Czerny

Was ist dran, am größten verborgenen Nazischatz aller Zeiten bei Štěchovice in Tschechien? – 23 Milliarden sollen nebst Gold auf dem Gelände eines ehemaligen SS-Truppenübungsplatzes verborgen sein.

Je mehr Zeit vergeht seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, desto größer werden die Superlative, die angebliche "Nazischätze" umranken. Gegenüber den vom Stern 1959 aus dem Toplitzsee in der Steiermark gehobenen 17 Kisten mit falschen Banknoten wäre der SS-Schatz von Štěchovice in Tschechien die wahre Sensation – sollten doch dort 23 Milliarden nebst Gold, Juwelen und wertvollem Aktenmaterial in unterirdischen Stollen liegen. Angeblich. Eine letzte Aktion, sie zu bergen – Achtung Spoiler -, verlief Ende der Achtziger, also zur Zeit des Falls des Eisernen Vorhangs und der "Samtenen Revolution" in der Tschechoslowakei im Sande.

Das grandiose Scheitern, bei dem höchste tschechische Kreise und kapitalkräftige US-Investoren zusammenwirkten, war dennoch für die "ZDF-History"-Reihe "Geheime Unterwelten" Anlass genug, um mit viel Reenactment und (fragwürdigen) Zeugen eine halbwegs spannende Geschichte daraus zu machen. "Verrückt" muss das allemal gewesen sei, wie sich die Amis mit tschechischen Regierungskreisen zusammentaten, sodann das Truppengelände großzügig abriegelten und zur Tarnung ein Manöver-Filmset daraus machten.

Irgendwann ging dann allerdings auf dem Gelände eine Bombe hoch und bis heute wird gerätselt, wer etwas gegen die Schatzsuche hatte. Waren es neidvolle Konkurrenten, die Ähnliches im Schilde führten – oder doch die Sowjets, denen das Treiben nicht gefiel? Immerhin, so wird es in der Doku "Terra X History: Die verrückte Suche nach dem Nazischatz" erzählt, gab es zuverlässige Akten, die von geheimen Rüstungsplänen sprachen, und vor allem einen SS-Mann namens Emil Klein, der auf dem Truppenübungsplatz bei Kriegsende mehrere Kisten vergraben hatte. Wo genau, verriet er den Schatzsuchern allerdings nicht, und auch gegenüber den Geheimdiensten gab er sich bei späteren Befragungen störrisch.

Aber auch ein geschäftstüchtiger kleiner Kujau ist noch im Spiel, der den US-Investoren eigene Lageskizzen zur Verfügung stellte – spätestens da verwischt sich jede ernst zu nehmende Spur. – Wie bei der Verfilmung der Story vom "Schatz im Toplitzsee" von 1959 wird dem Vernehmen nach noch nach einem neuen Franz Antel (Regie) für eine Filmkomödie Ausschau gehalten.

Terra X History: Die verrückte Suche nach dem Nazischatz – So. 28.09. – ZDF: 23.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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