Einmal Bauernhof und zurück

  • Klara (Alwara Höfels, links) und Mika (Sophie Schütt) haben kaum etwas gemeinsam. Weil sie Schwestern sind, müssen sie trotzdem lernen miteinander klarzukommen. Vergrößern
    Klara (Alwara Höfels, links) und Mika (Sophie Schütt) haben kaum etwas gemeinsam. Weil sie Schwestern sind, müssen sie trotzdem lernen miteinander klarzukommen.
    Fotoquelle: ARD Degeto / Frank Dicks
  • Nette (Hildegard Krekel, links) war die beste Freundin von Klaras (Alwara Höfels) Mutter. Für Hildegard Krekel wurde die schlagfertige Bäuerin Nette zu ihrer letzten Rolle. Die beliebte Kölner Schauspielerin starb im Mai 2013 an den Folgen einer Krebserkrankung. Vergrößern
    Nette (Hildegard Krekel, links) war die beste Freundin von Klaras (Alwara Höfels) Mutter. Für Hildegard Krekel wurde die schlagfertige Bäuerin Nette zu ihrer letzten Rolle. Die beliebte Kölner Schauspielerin starb im Mai 2013 an den Folgen einer Krebserkrankung.
    Fotoquelle: ARD Degeto / Frank Dicks
  • Fünf Jahre war Mika (Sophie Schütt, zweite von rechts) nicht mehr auf dem elterlichen Hof. Mit Tochter Lola (Sinje Irslinger, links) und Sohn Moritz (David Tanzer) besucht sie ihr Elternhaus, um ihrer Schwester Klara (Alwara Höfels) bei der Renovierung zu helfen. Vergrößern
    Fünf Jahre war Mika (Sophie Schütt, zweite von rechts) nicht mehr auf dem elterlichen Hof. Mit Tochter Lola (Sinje Irslinger, links) und Sohn Moritz (David Tanzer) besucht sie ihr Elternhaus, um ihrer Schwester Klara (Alwara Höfels) bei der Renovierung zu helfen.
    Fotoquelle: ARD Degeto / Frank Dicks
  • Klara (Alwara Höfels) kann den Hof nicht länger finanzieren. In Zeiten, in denen Wasser teurer ist als Milch, kommt sie nicht über die Runden. Sie hat Angst, ihren Bauernhof verkaufen zu müssen. Vergrößern
    Klara (Alwara Höfels) kann den Hof nicht länger finanzieren. In Zeiten, in denen Wasser teurer ist als Milch, kommt sie nicht über die Runden. Sie hat Angst, ihren Bauernhof verkaufen zu müssen.
    Fotoquelle: ARD Degeto / Frank Dicks
  • In Mikas (Sophie Schütt, rechts) Welt geht es um klare Linien und Luxus. Eine Welt, mit der sich ihre Schwester Klara (Alwara Höfels, links) nur schwer identifizieren kann. Während Mika sich Schuhe für knapp 700 Dollar in New York kauft, kann Klara ihre deutlich niedrigeren Hofrechnungen nicht bezahlen. Vergrößern
    In Mikas (Sophie Schütt, rechts) Welt geht es um klare Linien und Luxus. Eine Welt, mit der sich ihre Schwester Klara (Alwara Höfels, links) nur schwer identifizieren kann. Während Mika sich Schuhe für knapp 700 Dollar in New York kauft, kann Klara ihre deutlich niedrigeren Hofrechnungen nicht bezahlen.
    Fotoquelle: ARD Degeto / Frank Dicks
TV-Film, TV-Komödie
Zwei Welten, eine Familie
Von Jasmin Herzog

Infos
Audiodeskription
Originaltitel
Einmal Bauernhof und zurück
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2014
Kinostart
Fr., 21. März 2014
ARD
Fr., 20.07.
20:15 - 21:45


In "Einmal Bauernhof und zurück" prallen zwar Stadt-Land-Klischees plump aufeinander, trotzdem lässt der Film einen schönen sentimentalen Unterton entstehen.

Der Reiz an Geschichten über ungleiche Geschwister scheint die Filmbranche nicht loszulassen. Regisseur Olaf Kreinsen siedelt seine beiden Charaktere in "Einmal Bauernhof und zurück" (2014) in ziemlich klischeehaften Milieus an: Die eine Schwester wohnt als Bäuerin in der ländlichen Eifel, die andere als Luxus-Geschäftsfrau im mondänen Düsseldorf. Obwohl sich plakative Typenzeichnung und die altbekannte Gegensatzkomik in der stark besetzten Familienkomödie konsequent überschlagen, entsteht doch ein sentimentaler, fast melancholischer Unterton, der dem Zuschauer das Herz ein wenig erweicht. Die ARD wiederholt das Drama nun zur besten Sendezeit.

Klara (Alwara Höfels) und Mika (Sophie Schütt) wuchsen gemeinsam auf einem Bauernhof in der Eifeler Provinz auf. Während Mika sich immer ein wenig fehl am Platz fühlte und so schnell wie möglich auszog, um Künstlerin zu werden, blieb Klara daheim, kümmerte sich um den Hof und die Eltern. Ein paar Jahre nach dem Tod der Eltern steht Klara kurz vor dem Ruin. Sie kann den Hof nicht mehr finanzieren und muss ihn womöglich sogar verkaufen. In ihrer Not wendet sie sich an ihre Schwester Mika, die mittlerweile als erfolgreiche Galeristin mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Düsseldorf lebt.

Der Film dreht sich fast ausschließlich um die klischeehaften Gegensätze der ungleichen Schwestern. Beide werfen der jeweils anderen vor, keine Ahnung vom Leben zu haben. Dabei verstehen sie nicht, dass nicht jeder Lebenstraum gleich geartet sein muss. Über Jahre hinweg verschanzten die beiden Sturköpfe sich immer mehr in ihren scheinbar manifestierten Welten – das Wiedersehen lässt die dicken Wände aber erstaunlich rasch bröckeln.

Jede der Schwestern profitiert schließlich von der Einstellung und Sichtweise der anderen. Diesen Austausch von Lebensphilosophien und Alltagsratschlägen hätte man allerdings etwas origineller darstellen können: In etwas abgedroschen wirkenden "Umstyling"-Sequenzen wird nicht nur der Bauerntölpel Klara geschminkt, frisiert und neu eingekleidet, auch der Hof bekommt einen Neuanstrich, und die karrierefixierte Mika lernt, wieder Farben in ihre schwarz-weiße Lebensansicht zu lassen. Wenn die beiden Schwestern sich in ihrer alten Heimat wieder einander annähern und sich zu melancholischer Musik an die gemeinsam verbrachte Kindheit erinnern, driftet das Ganze vollends in sentimentale Gefilde ab.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Einmal Bauernhof und zurück" finden Sie hier.


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