Hildegard Krekel

Lesermeinung
Geboren
02.06.1952 in Köln, Deutschland
Gestorben
26.05.2013 in Köln, Deutschland
Sternzeichen
Biografie
Sie war ein Kölner Original, spielte Theater und war eine gern besetzte Serien-Darstellerin, die inbesonders durch ihre Rolle der Rita Graf in Wolfgang Menges wunderbar satirischer Familienserie "Ein Herz und eine Seele" auch deutschlandweit bekannt wurde: Hildegard Krekel.

Es finden sich nicht viele Leute mittleren oder älteren Jahrgangs, die nicht von dieser Serie schwärmen. War das nicht klasse, damals, Ekel Alfred mit seiner "dusseligen Kuh"? Ekel Alfred, dargestellt von Heinz Schubert, war der Prototyp des deutschen Spießers, übrig geblieben aus einer Zeit lange vor 68. Hildegard Krekel und Diether Krebs vervollständigten als erwachsene Kinder die schrecklich-schöne Familie neben Elisabeth Wiedemann, die Schuberts Ehegespons gab, das er, ungeachtet ihrer Herzensgüte und Leidensfähigkeit, "dusselige Kuh" schimpfte.

Autor Menge hatte die Serie nach britischem Vorbild geschaffen, sie startete im Dritten beim WDR und wurde, weil sie ein Publikumshit war, mit der zwölften Folge unter sittlichem Bauchgrimmen der TV-Gremien ins erste Programm befördert. Der Druck auf Wolfgang Menge, das Ganze doch ein wenig lieblicher und politisch zahnloser zu gestalten, nahm beständig zu, nach 25 Folgen gab er 1976 auf.

Zu dieser Zeit war Krekel, was viele vielleicht nicht wissen, bereits ein gern besetzter TV-Profi, der für sein herzliches Lachen und seine fehlenden Starallüren bekannt war. Schon im Alter von zarten sechs Jahren sprach Klein-Hildegard Kinderserien im WDR-Hörfunk, bevor sie schließlich 1966 mit der Rolle der Avril Poynter in "Der Mann mit der Puppe" neben dem späteren "Ekel Alfred" Heinz Schubert ihr TV-Debüt gab. Eine weitere TV-Rolle folgte in "Der Unfall" (1968), doch erst mit ihrem Spiel in "Die Ratten" (1969) konnte sie erstmals größere Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Nach ihrem Durchbruch mit "Ein Herz und eine Seele" sah man Krekel vorwiegend in TV-Serien und -Filmen, so etwa in "Der Kommissar" (1973), "Es muss nicht immer Kaviar sein" (1977), "Detektivbüro Roth" (1986), "Hafendetektiv" (1987), und als Hildegard gehörte sie von 1986-1988 zu der äußerst populären Kinderserie "Sesamstaße". Ihren größten Serienerfolg feierte sie allerdings von 1998-2008 als Kneipenwirtin Uschi Schmitz in "Die Anrheiner", die in ihrer Heimatstadt am Rhein spielte. Diese Rolle verkörperte sie auch in "Ein Fall für die Anrheiner" (2011), in der sie neben ihrer Schwester Lotti zu sehen war, die ebenfalls Schauspielerin ist.

Größere TV-Auftritte hatte Hildegard Krekel, die als Synchronsprecherin Stars wie Bette Davis und Helen Mirren ihre Stimme lieh, in Filmen wie "Tatort- Eine todsichere Sache" (1974), "Club Las Piranjas" (1995) und "Tatort - Müll" (2008). Hildegard Krekel, die im Mai 2013 im Alter von nur 60 Jahren an einer Krebserkrankung starb, hinterließ einen Ehemann und zwei Kinder.

Weitere Filme und Serien mit Hildegard Krekel: "Umschulung" (1969), "Treue Freunde", "Die vierzig Irrtümer des Herodes", "Ein Mädchen für alles" (alle 1970), "Besuch auf einem kleinen Planeten" (1971), "Zoff" (1972), "Gladiatoren", "Die Powenzbande" (Serie), "Plaza Fortuna" (Serie, beide 1973), "Zwischenstationen" (Serie), "Graf Yoster gibt sich die Ehre" (Serie, beide 1974), "Liebe mal so - mal so (Vergnügliches über ein altes Thema)", "Läster-Lexikon - Das Gesetz und seine Männer - die Juristen" (beide 1975), "Reden muss man miteinander" (Serie, 1982), "Rummelplatzgeschichten" (Serie, 1984), "…Erbin sein - dagegen sehr" (Serie, 1985), "Goldkronach" (1986), "Sturmflut", "Hafendetektiv" (Serie, beide 1987), "Dortmunder Roulette" (Serie, 1988), "Forstinspektor Buchholz" (Serie), "Lukas und Sohn" (Serie, beide 1989), "Janoschs Traumstunde" (Serie, Stimme, 1986-1990), "Auto Fritze" (Serie), "Der kleine Vampir - Neue Abenteuer" (Serie, beide 1993), "Die Weltings vom Hauptbahnhof - Scheidung auf Kölsch" (Serie), "Unsere Hagenbecks" (Serie), "Briefgeheimnis" (Serie), "Das Traumschiff - Dubai" (alle 1994), "Großstadtrevier" (Serie, 1995-1997) "Heimatgeschichten" (Serie, 1996-1998), "König auf Mallorca" (1998), "Geschichten aus dem Leben" (Serie, 1998/1999), "Zwei Profis" (Serien, 2003), "Balkon" (Serie, 2004), "Was nicht passt wird passend gemacht - Die Serie" (Serie, 2006-2007), "Licht aus! Sketch an!" (Sketchshow), "SOKO Köln" (Serie, beide 2009) "ProSieben Märchenstunde - Yasmins Mutter" (2012).

Foto: WDR/Melanie Grande

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