Marie steckt in einer Lebenskrise. Sie flüchtet aus ihrem traurigen Alltag ins japanische Fukushima, wo sie als Clownin den Überlebenden des atomaren Super-GAUs ein wenig Spaß und Freude bringen möchte. Marie merkt schnell, dass die in einem Übergangslager nahe ihrer zerstörten Heimat lebenden Menschen auf die Bemühungen der Fremden allenfalls höflich distanziert reagieren. Als Marie bereits den Entschluss gefasst hat, nach Deutschland zurückzukehren, trifft sie auf Satomi, eine ältere Geisha, die wild entschlossen ist, in ihr fast zerstörtes Haus in der für Menschen gesperrten Todeszone zurückzukehren. Gemeinsam machen sie sich daran, das Haus von Schutt zu befreien, es wieder halbwegs bewohnbar zu machen. Die grazile Satomi bringt der eher ungelenken Deutschen nach und nach die Eleganz und Rituale bei, die ursprünglich ihre Schülerin Yuki von ihr hätte lernen sollen. Doch die ist Opfer des Tsunamis geworden und sucht seither ihre Lehrmeisterin allnächtlich als Geist heim. Marie erfährt, dass beide auf demselben Baum Zuflucht gesucht hatten und Satomi sich heftige Vorwürfe macht, dafür verantwortlich zu sein, dass ihre Schülerin den Halt verlor. Nur knapp kann Marie den Selbstmord Satomis verhindern, die sich an dem Ast aufhängen möchte, von dem sie angeblich Yuki gestoßen hat. Nach der Rückkehr von einer gemeinsamen Reise zu Satomis Verwandten kann Marie dem Geist der jungen Geisha eine Puppe übergeben und ihn damit besänftigen.