Harter Brocken: Die Fälscherin
14.10.2024 • 20:15 - 21:45 Uhr
Spielfilm, Kriminalfilm
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Originaltitel
Harter Brocken: Die Fälscherin
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Kriminalfilm

Krimikabarett aus dem Harz

Von Hans Czerny

Im Harzstädtchen St. Andreasberg ist, Polizei-technisch gesehen, so wenig los, dass für den Dorfpolizisten Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) die Versetzung an die Nordseeküste droht. Doch dann dringt in dem Degeto-Krimi "Harter Brocken" die Mafia ein! Das Erste wiederholt den Film von 2020 zur Primetime.

Schläfriger könnte es wieder mal nicht zugehen im Harzstädtchen St. Andreasberg. In "Die Fälscherin" (2020, Regie: Anno Saul), dem fünften Fall der 2015 gestarteten ARD-Donnerstagsreihe "Harter Brocken", droht die Schließung des Polizeireviers wegen Arbeitsmangels. Aus der Landeshauptstadt trifft denn auch schon die junge Beamtin Susanne Kramer (Nadja Bobyleva) vom Ministerium ein, die untersuchen soll, "ob sich lohnt, was es kostet". Da hilft es wenig, dass die Bewohner eilig irgendwelche Kindesentführungen oder Schlägereien inszenieren, um die Notwendigkeit ihrer Polizei zu demonstrieren. Die nassforsche Landesbeamtin hat das schnell durchschaut.

Tatsächliche Polizeiarbeit – und Rettung – kommt für den in sich ruhenden Dorfpolizisten Koops (Aljoscha Stadelmann) allerdings in dem Moment, als sein Freund, der Briefträger Heiner (Moritz Führmann), mit dem Ausruf "Frank, wir haben einen Toten!" um die Ecke biegt. Und wirklich: Ein Mann ist vom Dach eines Ferienhauses gefallen. Wie sich herausstellt, war er im Auftrag der kalabrischen Mafia im Ort und hinter einem wertvollen Gemälde von William Turner her.

Der Film wird am Montag zur besten Sendezeit wiederholt. Bei seiner Erstausstrahlung im Dezember 2020 schalteten 5,97 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein.

Ermittlungen am Tresen

Holger Karsten Schmidt, Erfinder und Dauerautor der Reihe "Harter Brocken", wandelt diesmal auf Beltracchis Spuren: Im Harzstädtchen hat sich nämlich eine Kunstfälscherin eingemietet, um dort ihrer diffizilen Arbeit nachzugehen. Dumm nur, dass der talentierten Anna Sorenko (Katharina Heyer) die kalabrische Mafia auf den Fersen ist, sie will den berühmten Turner im Original zurück.

Polizist Koops, der sich, nicht nur zu Sorenkos Überraschung, als echter Kunstkenner erweist, erkennt schnell, dass hinter dem Dachsturz Größeres steckt. Alsbald tut er eine einstige Akademie-Kollegin der Malerin auf, unter deren Namen die Fälscherin in Andreasberg abgestiegen ist. So groß sei die Begabung der Mitschülerin gewesen, dass sie selbst alsbald den Pinsel niedergelegt und die Akademie verlassen habe, weiß die Zeugin zu berichten. Koops aber taucht später am Wirtshaustresen noch tiefer in die Seele der Fälscherin ein.

Fortsetzung folgt

Recht turbulent geht es streckenweise zu in diesem Krimi. Auch wenn es dann ein ziemlich in die Leere laufendes Action-Feuerwerk aus Schusswechseln und Fensterklirren zu werden droht, das der Regisseur Anno Saul da serviert, offensichtlich vom Willen beseelt, sich von jedweder Harz-Idylle zu befreien. Ein bisschen Western-, ein bisschen Mafia-Parodie also. Und mittendrin Anatole Taubman als Ober-Mafioso, der unter anderem im Hollywoodfilm-Streifen "96 Hours" schon überzeugend den Bösewicht gab.

Acht Filme der "Harter Brocken"-Reihe wurden bisher ausgestrahlt, der jüngste – "Der Goldrausch" – lief im November 2023 im Ersten. Wann der bereits abgedrehte neunte Fall "Die Erpressung" ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.

"Harter Brocken: Die Fälscherin" – Mo. 14.10. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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