Der Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers schreckte am 15. September 2008 weltweit die Finanzmärkte auf. Milliardenschwere Rettungsschirme kamen nach Ansicht einer Dokumentation aus Frankreich zu spät. Banken wurden gerettet, die Bürger in vielen Ländern aber litten.
Als am 15. September 2008 die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers ihren Insolvenzantrag ankündigte, dohte auf der gesamten Welt das Bankenwesen zusammenzubrechen. Toxische Immobilien-Hypotheken mit variablen Zinsen hatten sich als instabil erwiesen, sogenannte Subprime-Papiere wurden an nicht zahllungssichere Kunden verkauft. Längst waren in diesen Usus weltweit Banken eingestiegen, die nun unter der Lehman-Pleite litten. Die breit angelegte ARTE-Doku "Immobilien-Blase – Europa und die Subprime-Krise" (ARTE F, Autor: Paul Le Grouyer) will den Beweis führen, dass Amerika keineswegs alleine schuld an der Banken- und Wirtschaftskrise war.
Banken wurden weltweit mit milliardenschweren Subventionen gerettet, so die These, statt die Märkte zu unterstützen. Die Folgen waren, ganz besonders in südeuropäischen Ländern, aber auch in Irland und Island, hohe Arbeitslosigkeit und Armut bei den Schwächsten. Und die EU habe in Uneinigkeit viel zu lange mit ihren Milliarden-Subvention gezögert und danach auf einen unseligen Sparkurs gepocht.
Wie schon zu Zeiten der Krise selbst kann einem angesichts der Zahlen und aufgelisteten Fakten hier noch einmal schwindlig werden, zumal die Krise nicht ausgestanden ist. Die These, dass die mangelnde Entschlossenheit der Politik und schließlich die Strategie, Banken zu retten, anstatt die Konjunktur anzukurbeln, falsch gewesen sei, erscheint letztlich etwas schlicht.
Immobilien-Blase – Europa und die Subprime-Krise – Di. 15.08. – ARTE: 20.15 Uhr