Iran tanzt - Verborgen und vergessen
05.03.2026 • 02:30 - 03:25 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Die jungen Tänzerinnen und Tänzer in ihrem geheimen Studio in Teheran
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Sexualität, Glauben, Gesellschaft, Feminismus: Diese Themen verarbeiten die jungen Tänzerinnen und Tänzer in ihren Choreographien.
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Die jungen Tänzerinnen und Tänzer, wie hier Donya Rohani, entwickeln Choreographien über sehr persönliche Fragen und Themen.
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Beim Tanzen lassen sich Geschichten auf ganz andere Weise erzählen: Ideh Abootalebis Choreographie nutzt dafür einen Koffer.
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Originaltitel
Iran tanzt - Verborgen und vergessen
Produktionsland
IRN, D
Produktionsdatum
2020
Info, Gesellschaft + Soziales

Iran tanzt - Verborgen und vergessen

1979 erreichte die Islamische Revolution im Iran ihren Höhepunkt. Die Menschen hatten genug vom alten Regime und hofften auf Demokratie und Freiheit, der Schah verließ das Land und die Islamische Republik Iran wurde ausgerufen. Nur ein Jahr später wurde das renommierte iranische Nationalballett mit seinen 51 Tänzerinnen und Tänzern aufgelöst. Fast alle verließen daraufhin das Land. Heute ist Tanzen im Iran eine schwierige Angelegenheit: In der Öffentlichkeit ist es verboten, es gibt keine Tanzschulen. Aber junge Menschen, die dafür brennen, bringen es sich selbst bei und treffen sich dafür an verborgenen Orten. Die Filmemacherin Sarvnaz Alambeigi sieht darin eine Idee für ein Filmprojekt: Sie will versuchen, die ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer von vor 1979 aufzuspüren und sie mit der jungen Generation zusammenzubringen. Es folgt eine Spurensuche in Holland, England und den USA. Sarvnaz trifft auf Erstaunen, Misstrauen darüber, dass junge Tänzer auf ihre Weise die Tradition fortsetzen. Nur das damals jüngste Mitglied des Teheraner Balletts - heute Bühnentechniker am Scapino Ballett Rotterdam - will schließlich ein Treffen möglich machen. Derweil erarbeiten die jungen Tänzerinnen und Tänzer kleine Szenen, die Einblick in ihre Fragen zu Glauben, Gesellschaft oder Sexualität geben. Schließlich erhalten sie eine Einladung aus Rotterdam, die der Schritt vom Dunkel ins Licht werden soll. Aber da platzt die Weltpolitik dazwischen, Visa werden nicht erteilt und aus einem großen Auftritt wird nur eine kleine Begegnung. Trotzdem: Sie werden weiter ihre Träume tanzen und die Grenzen mit der Kunst überwinden.

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