Japan: Das Erbe der Samurai
31.03.2026 • 05:55 - 06:50 Uhr
Kultur, Kunst + Kultur
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Die Schmiede des Schwertschmiedemeister Kanbayashi Sensei (re.) befindet sich direkt neben seinem Wohnhaus.
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Das Katana, Japans legendäres Samurai-Schwert: Es steht für Schönheit, Kraft und jahrhundertelange Tradition.
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Kanbayashi Sensei ist einer der wenigen Schwertschmiedemeister Japans – die Arbeit erfordert Geduld und höchste Präzision.
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Originaltitel
360°_Géo
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Kultur, Kunst + Kultur

Japan: Das Erbe der Samurai

Kanbayashi Sensei ist einer der wenigen Schwertschmiedemeister Japans, die heute noch den Titel eines Meisters tragen. Seine Schmiede in Yamagata, im Norden des Landes, befindet sich gleich neben seinem Wohnhaus. Der Sensei schmiedet nur mit Tamahagane - schwarzem Eisensandstahl - und jahrhundertealtem Altmetall, da diese Materialien eine besonders gute Kohlenstoffbilanz aufweisen, die für die Festigkeit einer Klinge entscheidend ist. "Die Arbeit eines Schwertschmieds hängt von jedem einzelnen Moment ab. Der Kenner kann die Veränderungen des Stahls anhand der Farbe des Feuers ablesen", sagt der Meister. Viele Produktionsschritte sind notwendig, wochenlang wird der Stahl immer und immer wieder bearbeitet, Höhepunkt ist der anspruchsvolle Yaki-Ire-Prozess, bei dem die erhitzte, mit Ton beschichtete Klinge in Wasser abgeschreckt wird. Dabei wird der sogenannte Hamon, das charakteristische Hitzemuster der Klinge, hervorgehoben und der Stahl gehärtet. Wenn der Stahl zu kalt ist, härtet er nicht aus, wenn er zu heiß ist, kann er sich irreparabel verziehen. Ein einziger Augenblick entscheidet über den Erfolg der wochenlangen Schmiedearbeit. Wird das Schwert den Vorstellungen des Kunden entsprechen?

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