Kenia: Die Milch der Dromedare
07.04.2026 • 02:30 - 03:05 Uhr
Natur + Reisen, Landschaftsbild
Lesermeinung
Für die Hirten in den Trockengebieten Kenias, wo Nahrung knapp ist, stellt die Milch der Dromedare ein wirksames Mittel gegen Mangelernährung dar.
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Um der Klimakrise zu begegnen, hat die kenianische Regierung vor Jahren Dromedare an die Landbevölkerung verteilt. Im Gegensatz zu Rindern kann die Kamelart lange ohne Wasser auskommen.
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Dromedare trinken selten, aber wenn sie es tun, können sie in nur zehn Minuten bis zu 100 Liter Wasser aufnehmen.; Zur ARTE-Sendung
360° Reportage 
Kenia: Die Milch der Dromedare
Dromedare trinken selten, aber wenn sie es tun, können sie in nur zehn Mi
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Dromedare kommen besser als andere Nutztierarten mit der langen Trockenzeit zurecht, die von Juni bis November dauern und schwere Dürren verursachen kann.; Zur ARTE-Sendung
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Kenia: Die Milch der Dromedare
Dromedare kommen besser als ande
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Originaltitel
360°_Géo
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Kenia: Die Milch der Dromedare

Der Norden Kenias, eine der trockensten Regionen des ostafrikanischen Landes, ist die Heimat der Samburu, eines Halbnomadenvolks, das eng mit den Massai verwandt ist. Seit Jahrhunderten leben die Hirten von der Viehwirtschaft, treiben Rinder und Ziegen über das trockene Land. Ein seit jeher höchst anfälliges Modell, denn besonders die durstgeplagten Rinder verendeten in Dürrejahren schnell. Während der letzten Trockenphase zwischen 2021 und 2023 verloren die Samburu rund 80 Prozent ihrer Tiere. Um dem künftig vorzubeugen, ließ die Regierung Dromedare an die Menschen verteilen und startete damit ein Erfolgsmodell, dessen positive Entwicklung alle überraschte. Nicht nur passten sich die Höckertiere schnell den Bedingungen im kenianischen Dornbuschland an, ihre Milch wurde zum unerwarteten Wendepunkt für die Menschen: Sie ist nährstoffreicher als Kuhmilch und in größeren Mengen dauerhaft verfügbar. Damit wird der Mangel- und Unterernährung, wie sie immer wieder in trockenen Jahren drohten, bei den Nomaden entgegengewirkt. Was die Menschen nicht selbst benötigen, verkaufen sie an Kooperativen, von denen in den letzten Jahren immer mehr entstanden sind. Bis in die großen Städte wie Nairobi liefern sie das "weiße Gold". Von dieser Entwicklung profitieren besonders Frauen auf dem Land. Denn sie sind es, die die Dromedare traditionell melken. Und sie sind es auch, die mit deren Milch nun florierenden Handel treiben.

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