Koma: zwischen Leben und Tod
31.03.2026 • 22:15 - 22:45 Uhr
Gesundheit + Medizin, Dokumentation
Lesermeinung
Doris (62) liegt im Koma. Ihre Tochter und Enkelin sprechen sich gegenseitig Mut zu.
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Steffen liegt nach einem Herzinfarkt in der Klinik in Magdeburg im künstlichen Koma und wird beatmet. Sein Weg aus dem Koma zurück ins Leben war für die Mediziner eine große Herausforderung.
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Dr. Petra Maurer-Karattup von der SRH–Klinik in Neresheim gilt als internationale Expertin für Komapatienten und deren Angehörige. Sie sagt zur Situation der Angehörigen: "Ein langes Koma nennen wir auch Verlust ohne Tod."
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Steffens Frau Janet hat ihrem Mann das Leben gerettet, indem sie sofort den Notarzt gerufen hat, als er über Schmerzen in der Brust geklagt hatte. Sie sagt: "Als die beiden Sanitäter hier ankamen, hat mein Mann gerade den letzten Atemzug getan."
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Originaltitel
Koma: zwischen Leben und Tod
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Gesundheit + Medizin, Dokumentation

Wenn sich Angehörige vor schweren Herausforderungen sehen

Von Hans Czerny

Die Neurologin nennt es "Verlust ohne Tod": Was geht in Menschen vor, die ins Koma verfallen? Und vor allem: Wie gehen die Angehörigen damit um?

In Deutschland sind täglich mehrere tausend Menschen davon befallen: Ein Koma kann unterschiedliche Ursachen haben. Mal wird es künstlich hergestellt, um den schwerkranken Patienten zu entlasten, mal führt aber auch eine Schädel-Hirnverletzung, Sauerstoffmangel oder ein Schlaganfall zu einem dauerhaften Koma, das die Umgebung des Patienten vor dauerhafte Herausforderungen stellen kann. Die "37°"-Langzeitreportage begleitet Patienten in einer neurologischen Spezialklinik, insbesondere aber deren Angehörige bei den schweren Herausforderungen, die ihnen diese Situationen stellen.

Die Ursachen für ein Koma sind so unterschiedlich wie dessen Dauer und Verlauf. Nach Schlaganfällen, Hirnverletzungen oder schweren Infektionen mit folgender Ohnmacht steht den Angehörigen häufig monatelange Ungewissheit bevor. Im "37°"-Film liegt die 62-jährige Doris nach einem Herzinfarkt monatelang im sogenannten Wachkoma. Sie bekommt mit, was um sie herum geschieht, kann aber nicht reagieren. "Ein langes Koma nennen wir auch Verlust ohne Tod", sagt dazu eine Neurologin in der Fachklinik Neresheim. Ehemann und Tochter sehen sich lange Zeit vor große Herausforderungen gestellt.

Steffen hingegen konnte nach einem Herzinfarkt, den er beim Sport erlitt, gerettet werden, weil seine Frau sofort den Notarzt rief. Er wurde auf der Intensivstation nach Komplikationen ins künstliche Koma versetzt und kann nach seiner Behandlung nun wieder ein normales Leben führen. In der Reportage kommen Ärzte und Koma-Experten zu Wort, man bleibt aber vor allem nahe bei den Angehörigen. "Andere Menschen sollen erfahren, womit sie konfrontiert sind, wenn ein Familienmitglied im Wachkoma liegt und wie wichtig es ist, sich frühzeitig Hilfe zu suchen, um ein Trauma abzuwenden", betont die Tochter von Doris, die monatelang im Wachkoma lag.

37°: Koma – zwischen Leben und Tod – Di. 31.03. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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