Kommissar Dupin macht Urlaub – und stolpert dabei über Leichen. Viel Zeit für die schöne Landschaft bleibt da nicht.

"Ich wünsche mir, dass ein Mord passiert. Es fehlt mir", sagt Kommissar Georges Dupin (Pasquale Aleardi) däumchendrehend inmitten des Sommerlochs (auch das Verbrechen urlaubt offenbar) und öffnet so die Büchse der Pandora. Mit seiner Verlobten Claire (Christina Hecke) reist der müde Kommissar ans Meer, wo ihm schon bei der Ankunft der Hoteldirektor, ein selbsterklärter Fan des Ermittlers, die Geschichte von einem nie aufgeklärten Mord unterbreitet: "die rosa Tote" ...

Das weckt freilich die Schnüffellust des darbenden Commissaires, zumal zwischenzeitlich auch noch ein Selbstmord das Urlaubsidyll erschüttert: Alizée (Katharina Heyer), hochgradig verwirrte Frau einer Urlaubsbekanntschaft Dupins, springt freiwillig in die Fluten des Atlantiks und ward nicht mehr gesehen. Der Zuschauer weiß da schon von einer dritten Leiche, brutal erstickt, die nun im Steinbruch ihrer Entdeckung harrt.

Viele Zufälle und die Hoffnung auf eine Fortsetzung

Als Werbefilmchen fürs Urlauben an der französischen Atlantikküste ist "Bretonisches Leuchten" (Regie: Dagmar Seume), der sechste Fall der "Kommissar Dupin"-Reihe, also denkbar ungeeignet. Vom kriminalistischen Standpunkt aus betrachtet, bietet der Film von 2018, den das Erste nun wiederholt, aber durchaus Schauwerte – auch wenn das Buch von Eckhard Vollmar mit arg vielen Zufällen aufwartet.

Mittlerweile sind zwei weitere Filme der Reihe erschienen: "Kommissar Dupin – Bretonische Geheimnisse" (2019) und "Kommissar Dupin – Bretonisches Vermächtnis" (2020). Eine Fortsetzung ist ebenfalls denkbar: Unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec hat der Autor Jörg Bong bereits einen weiteren Kriminalroman veröffentlicht: "Bretonische Spezialitäten – Kommissar Dupins neunter Fall" erschien dieses Jahr im Kiepenheuer & Witsch Verlag.

Kommissar Dupin – Bretonisches Leuchten – Do. 17.09. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH