Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch die Cash Cow auf See an die Leine gelegt. Die Kreuzfahrtschifffahrt steht still. Zahlreiche Existenzen sind bedroht.

Bislang galt das Kreuzfahrtschiff als die "Cash Cow" auf See. Mehr als zehn Jahre lang wuchs die Tourismus-Industrie mit ihren beliebten Fahrten über die Ozeane dieser Erde jährlich um ein Prozent. Doch die "Goldenen Zeiten" scheinen auch hier vorbei. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde auch die boomende Branche an die Leine gelegt. Statt in der Karibik zu kreuzen, liegt beispielsweise die MS Amera festgezurrt in Emden in Niedersachsen.

Die Autoren André Goerschel und Julia Jancsó beleuchten in ihrem Film, der nun im Rahmen von "Die Story im Ersten" zu sehen ist, wie es mit der Kreuzschifffahrt nach einem Ende der Krise weitergehen kann. Die Aussichten in der Branche sind nicht unbedingt rosig. Im Kleinen wie im Großen.

Christian Baumann etwa fürchtet um seine Existenz. Der ehemalige Zweite Offizier hat erst kürzlich ein Reisebüro für Kreuzfahrten eröffnet. Er wollte in der Nähe von Kaiserslautern sesshaft werden. Lukrative Reisen konnte er bislang aber kaum an Interessierte bringen. Gleichzeitig haben gerade Werften oder Motorenzulieferer sehr viel Geld in Entwicklung und Forschung investiert. Ziel war es, umweltfreundliche Antriebe zu verkaufen. Doch fehlen die Milliarden aus der Kreuzfahrtbranche, geht es mit der Suche nach umweltfreundlichen Technologien wohl kaum mehr weiter.

Aber es gibt auch Hoffnung. Die gebeutelte Industrie plant, bereits ab August wieder in einem überschaubaren Maße in See stechen zu können. Passagiere müssen sich dann aber mit einigen Veränderungen wie Social-Distancing-Plänen oder einer geringeren Auslastung abfinden.

Die Story im Ersten: Kreuzfahrt in der Krise – Land in Sicht? – Mo. 06.07. – ARD: 22.50 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH