Lebenslinien
22.03.2021 • 22:00 - 22:45 Uhr
Info, Menschen
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Lebenslinien
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Info, Menschen

Wie der "Solo" alle Krisen überstand

Von Hans Czerny

Ein Porträt des 1959 geborenen Schauspielers und Autors Ernst Hannawald, der mit 17 Jahren für den Film entdeckt wurde und nach einer Kindheit im Waisenhaus und ersten Erfolgen mehrere schwere Lebenskrisen überwand.

Den Zuschauern hatte es der markante Schauspieler Ernst Hannawald besonders als "der Solo" in Franz Xaver Bogners München-Serie "Zur Freiheit" (mit Ruth Drexel und Ottfried Fischer) von 1987 angetan. Die Szene, in der er sich als reicher Zocker, der das ganze Schlachthof-Viertel aufkaufen will, für den Fasching als Öl-verschmierter James Dean verkleidet, blieb legendär: "James Dean, verstehst? Giganten! Verstehst?" Dass Ernst Hannawald da bereits das schrecklichste Erlebnis seines Lebens hinter sich hatte, fiel niemandem auf.

Bei einer Wende auf der Münchner Leopoldstraße krachte im Juni 1986 ein BMW-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in sein Fahrzeug, seine Verlobte und zwei Freunde starben. Rollen gab's danach nur noch wenige für Hannawald, der schwer verletzt überlebte. Er nahm Drogen, um zu vergessen. Um sie zu bezahlen, riskierte er – mit einer Gaspistole – gar einen Bankeinbruch. Das "Lebenslinien"-Porträt von Stefan Panzner zeigt, wie es dem heute 61-jährigen Hannawald nach der vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis und der Psychiatrie gelang, zusammen mit seiner Frau sein Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Noch vor Beginn der Dreharbeiten hatte sich Hannawald übrigens mit dem Corona-Virus infiziert. "Ich war erschöpft, hatte Kopfweh, Husten, Atemnot und über 40 Grad Fieber", sagte er, auf seine Gewichtsabnahme angesprochen. Und hinsichtlich der Verschwörungstheoretiker: "Ich wünsche wirklich niemandem diese Krankheit, aber diese Leute sollten nur mal für einen Tag diese Symptome haben."

Lebenslinien: Ernst Hannawald – Krasser als jeder Film – Mo. 22.03. – BR: 22.00 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Heinz-Wilhelm Esser mit einem Stethoskop.
Gesundheit

PMDS – wenn der Zyklus zur Zumutung wird

Das prämenstruelle dysphorische Syndrom (PMDS) ist mehr als nur ein Befindlichkeitsproblem. Es betrifft zahlreiche Frauen und wird oft unterschätzt. Dr. Esser erläutert Ursachen und Therapieansätze.
Das Buch "Der stille Dickmacher" von Daniela Kielkowski.
Lesetipps

Für Sie gelesen: "Der stille Dickmacher"

In ihrem Buch "Der stille Dickmacher" erklärt Daniela Kielkowski, wie das Gehirn unser Gewicht steuert und warum Stressabbau entscheidend für eine erfolgreiche Diät ist.
Martin Goldenbaum mit seiner Gitarre.
HALLO!

Martin Goldenbaum über sein neues Album "Alles Bunt": "Dem Mikrofon erzähle ich alles"

Martin Goldenbaum, der Sänger der Band Brenner, ist nach einem Ausflug in den Bereich des „Rock-Schlagers“ mit seinem Solo-Album wieder punkiger und rockiger unterwegs. Im Interview gewährt er Einblicke. 
Oliver Wnuk und Tobias Vogel mit einer Leinwand.
HALLO!

Maximaler Raum für eigene Gedanken: Ein Gespräch mit Oliver Wnuk

Oliver Wnuk, bekannt aus "Nord Nord Mord" und "Stromberg", veröffentlicht zusammen mit Cartoonist Tobias Vogel das Buch "Besser wird's nicht". Ein Werk voller persönlicher Einblicke und humorvoller Cartoons, das beim Lappan Verlag erscheint.
Andrea König ist Leiterin zweier Apotheken in Brandenburg an der Havel und Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg.
Gesundheit

Warum wirkt das Antibiotikum nicht?

Eine Kundin berichtet von ihrer erfolglosen Behandlung einer Blasenentzündung nach dem Urlaub in Sri Lanka. Der Apotheker gibt wichtige Hinweise, wie Resistenzen vermieden werden können und was bei der Medikamenteneinnahme zu beachten ist.
Eine Frau hält ein Hörgerät in der Hand.
Gesundheit

3. März: Welttag des Hörens

Am 3. März ruft die WHO zum Welttag des Hörens auf, um das Bewusstsein für die Bedeutung guten Hörens zu schärfen. Studien zeigen: Hörgeräte verbessern die Lebensqualität.