In Deutschland ist das Einsetzen einer befruchteten fremden Eizelle bei Frauen mit ansonsten unerfüllbarem Kinderwunsch noch immer nicht erlaubt – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie Österreich, Tschechien oder Spanien. Betroffene Frauen müssen daher in Länder wie Spanien reisen.

Hierzulande ist die Eizellenspende zum Zweck der künstlichen Befruchtung noch immer unter Androhung einer Strafe nicht erlaubt. Dies wird durch das so genannte "Embryonenschutzgesetz" geregelt, wodurch man missbräuchliche Laborversuche verhindern will. Kliniken in anderen Ländern sind bei der künstlichen Befruchtung mittels fremder Eizellen jedoch höchst erfolgreich. Die Spenderinnen der Eizellen bleiben dabei anonym, die Auswahl erfolgt nach genauen Kriterien. Die Reportage "Letzte Chance Eizellenspende" aus der Sendereihe "Echtes Leben" begleitet Frauen, die bereit sind, über ihre eigene Unfruchtbarkeit zu sprechen, und sie zeigt sie bei den Erfahrungen, die sie bei der Behandlung im Ausland machen.

Aber auch auf die Seite der Spenderinnen geht die Sendung ein: Wie fühlen sich die Frauen, die in anderen Ländern Eizellen für die Befruchtung spenden? Sie tun es, um Hilfe zu leisten, keineswegs aus materiellen Interessen. Der Film von Norbert Lübbers (NDR) will, so die Auskunft der Redaktion, "eine überfällige Debatte anstoßen" und fragt: "Ist es gerecht, dass die Samenspende erlaubt, die Eizellspende dagegen verboten ist? Und ist dieses Verbot noch zeitgemäß?" Schließlich reisen inzwischen immer mehr Frauen in Länder wie Spanien, um sich den in Deutschland verwehrten Kinderwunsch zu erfüllen.

Echtes Leben: Letzte Chance Eizellspende – So. 02.08. – ARD: 17.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH