Monaco Franze · Der ewige Stenz
17.02.2026 • 22:45 - 23:35 Uhr
Serie, Unterhaltungsserie
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Monaco Franze - Der ewige Stenz: Herr der sieben Meere
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Monaco Franze - Der ewige Stenz: Herr der sieben Meere
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Originaltitel
Monaco Franze - Der ewige Stenz
Produktionsland
D
Produktionsdatum
1983
Altersfreigabe
6+
Serie, Unterhaltungsserie

"Wia allerweil halt": Kein Fasching ohne den ewigen Stenz

Von Susanne Bald

"Monaco Franze – Der ewige Stenz" ist nicht nur bayerisches Kulturgut, sondern längst auch über die weiß-blauen Grenzen hinaus bekannt, beliebt und leidenschaftlich zitiert. Ein besonderes Highlight in Helmut Dietls Zehnteiler ist die Faschingsepisode "Herr der Sieben Meere".

Mit Witz, Charme und Sprüchen für die Ewigkeit ("Immer des Gschiss mit der Elli!") spielt sich der "Monaco Franze", unsterblich gemacht durch seinen Darsteller Helmut Fischer, seit 1983 in die Herzen der TV-Zuschauer. "Der ewige Stenz", auffällig gut frisiert und gekleidet und mit den Umgangsformen der alten Schule ausgestattet, ist stets betont lässig, seine Arbeit als Kommissar empfindet er dagegen als "wahnsinnig fad". Sein Interesse liegt mehr anderswo: "Ehrlich gesagt, ich interessiere mich wahnsinnig für Frauen!" – Das zeigt sich auch in der Faschingsfolge der zehnteiligen Serie, "Herr der sieben Meere", die der BR am Faschingsdienstag wiederholt.

Dank Eheschließung mit der gut betuchten Annette von Soettingen (Ruth Maria Kubitschek) führt der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Endvierziger ein sorgenfreies Leben in München-Schwabing. Annettes Akademiker- und Politikerfreunde mit ihrer provozierend snobistisch zur Schau gestellten vermeintlichen intellektuellen Überlegenheit sind dem Monaco Franze allerdings ein Graus. Und sie machen Helmut Dietls Liebeserklärung an seine Heimatstadt gleichzeitig zur Gesellschaftssatire. Durch die Augen des einfachen Mannes entlarven Dietl und sein Co-Autor Patrick Süskind ("Das Parfum") die Münchner Schickeria der damaligen Zeit: ihre Prunksucht, ihre peinliche Oberflächlichkeit und Blindheit gegenüber der ernüchternden Realität. Diese Gegensätze werden auch in der Faschings-Folge deutlich.

Leichtmatrose und Herr der sieben Meere

Früher ging es im Münchner Fasching so bunt und wild zu, dass auch beim Monaco Franze und seinem Freund Manni Kopfeck (Karl Obermayr) im Kommissariat nach dem"Böse-Buben-Ball" oder der "Nacht der süßen Bienen" zahlreiche Vermisstenanzeigen eingehen – die sich spätestens an Aschermittwoch meist von selbst erledigen. Auch die beiden Schwerenöter stürzen sich mit Begeisterung in den Münchner Fasching.

Dummerweise liegt der Monaco ausgerechnet am Faschingsdienstag krank im Bett. Oder hat er nur keine Lust, sein "Spatzl" zum Maskenball von Staatssekretär Braun (Klaus Guth) zu begleiten? Als der Manni ihn anruft, ist er so deliriös, dass er nicht einmal weiß, als was er zum Hausball im Donnersberger Hof gehen könnte. – "Ich als Leichtmatros' und du als Herr der Sieben Meere, wia allerweil halt", hilft ihm der Manni. – "Meinst? Jetzt hab ich aber schon ein Antibiotika g'nommen und gegen den Hals was und ein Beruhigungsmittel und meine Kreislauftropfen. Und an Grog und zwei Chinin gegen's Fieber..." – "Ja des is doch wunderbar", freut sich der Manni, "dann bist ja fit!".

Und so macht sich das umtriebige Duo auf in eine Nacht voller Überraschungen. Für die größte wird ausgerechnet die sonst so kontrollierte Annette sorgen, die, an Aschermittwoch heimkehrend, eine der vielen Ausreden ihres Mannes bestätigt: "Es gibt Sachen im Leben und besonders im Fasching, die, wenn man's nicht selber erlebt hat, dann glaubt man's selber fast net."

"Monaco Franze – Der ewige Stenz: Herr der sieben Meere" – Di. 17.02. – BR: 22.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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