"ÖtillÖ" - Swimrun-WM vor Stockholm
26.04.2026 • 11:15 - 11:45 Uhr
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Originaltitel
Der "ÖtillÖ" - Swimrun-WM im Stockholmer Schärengarten
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation

"ÖtillÖ" - Swimrun-WM vor Stockholm

Der "Ö till Ö" (schwedisch wörtlich: von Insel zu Insel) vor Stockholm ist der wohl härteste Schwimm- und Laufwettkampf der Welt, der eine Besonderheit mitbringt: Die Athleten bewältigen ihn im Team. Es war die verrückte Idee von ein paar Freunden, den Schärengarten vor Stockholm einmal komplett nur mit Muskelkraft und ohne Boot zu queren. Daraus wurde eine eigene Sportart und eine 20-jährige Erfolgsgeschichte mit Zehntausenden Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt: der ÖtillÖ. Auf der Idealline wären es von Sandhamn bis Utö zehn Kilometer Freiwasserschwimmen und 60 Kilometer Traillauf. Doch meistens haben die Athletinnen und Athleten mehr Kilometer auf der Uhr. Die Strömung treibt sie ab, auf manchen Inseln sind noch nicht einmal Wege vorhanden. Wer sich der Herausforderung ÖtillÖ stellt, hat das vielleicht größte Abenteuer seines Lebens vor sich. Die Ostsee ist 15 Grad kalt. Und die Athleten tragen kurze Anzüge, die nur zum Teil aus dem wärmenden Neopren bestehen, das sonst bei Langstreckenschwimmen gegen die Kälte hilft. Der Grund ist einfach. Würden sie einen klassischen Neoprenanzug tragen, würden sie beim Laufen überhitzen. So frieren die meisten bei den langen Schwimmabschnitten, können aber, ohne sich umzuziehen, auf den Inseln direkt laufen. Und das lohnt sich, denn 24 Inseln müssen von den Athleten überqueren werden. Das kleinste der Eilande misst 200 Meter im Durchmesser, das größte 19 Kilometer. Die Herausforderung ist, mit den 46 Wechseln zwischen Schwimmen und Laufen klarzukommen. Und das mit nassen Schuhen auf glitschigen Felsen! Denn die Athletinnen und Athleten lassen die Laufschuhe einfach an. Das Besondere am Swimrun: Es geht nur im Team. Jeweils zwei Athleten müssen die Strecke gemeinsam absolvieren. Viele verbinden sich mit einem elastischen Seil, um im Freiwasser den Kontakt zu ihrem Mitstreiter nicht zu verlieren. Sie helfen sich gegenseitig bei den oft felsigen Ausstiegen. Jeder und jede bringt seine Stärken und Schwächen mit ins Team ein. Schaffen sie es zusammen ins Ziel, entsteht oft ein für Individualsportler neues Gefühl: gemeinsam einen Erfolg erreicht zu haben.

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