Hanns Zischler und Emilia Schüle brillieren in einem kammerspielartigen Spielfilm, in der ein Juraprofessor bei seiner ehemaligen Studentin Abbitte zu leisten versucht.

Es war eine öffentliche Demütigung – mit unabsehbaren Folgen. Professor Wall (Hanns Zischler) hatte ausgerechnet den Hörsaal einer seiner Jura-Vorlesungen genutzt, um die vormals herausragende Studentin Aurelie (Emilia Schüle) vor all ihren Mitstudenten zu maßregeln und herabzuwürdigen. Was er nicht ahnen konnte: Die junge Frau brach prompt ihr Studium ab und arbeitet seitdem als Prostituierte. Also macht sich ihr ehemalige Lehrer, nun von Gewissenbissen geplagt, im sehenswerten Psycho-Spielfilm "Prof. Wall im Bordell" zu ihrem neuen Arbeitsplatz auf, um Aurelie noch einmal umzustimmen. Doch in dem kleinen Puffzimmer entspinnt sich ein längerer Disput, der die Machtverhältnisse krass umzudrehen scheint. Der Film von Regisseur Stefan Krohmer wirkt wie ein Theater-Kammerspiel und punktet mit exzellenten Darstellerleistungen und pointierten Dialogen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst