Anfang des 16. Jahrhunderts hat die Weltumseglung Magellans die Vorstellung der Erde nachhaltig verändert. Wie genau es zu dieser Reise kam und unter welchen Bedingungen sie stattfand, zeigt eine spannende Dokumentation im ZDF.
Vor fast genau 500 Jahren, am 20. September 1519, brachen fünf spanische Schiffe zu einer waghalsigen Mission auf: Auf Befehl von Kaiser Karl V. sollte der Kapitän Ferdinand Magellan den kürzesten Weg zu den begehrten Gewürzinseln im Indischen Ozean finden. Drei Jahre später kehrte ein Schiff mit nur 90 von den ursprünglich 240 Männern zurück. Auch Magellan selbst sollte den Triumph seiner Reise nicht mehr miterleben. Wie genau diese erste Weltumseglung in der Menschheitsgeschichte aussah und welchen Gefahren die Mannschaft auf ihrer Reise trotzte, das erzählt die ZDF-Doku "Terra X: Magellans Reise um die Erde".
Regisseur Hannes Schuler folgt den Spuren Magellans rund um den Globus: nach Indonesien, Patagonien und Spanien. Sämtliche Ereignisse werden dabei in aufwendigen Spielszenen den Zuschauern nahegebracht: Sei es Magellans Todeskampf mit den Eingeboren der Philippinen oder seine Suche nach einer Landpassage durch Südamerika. Originaldokumente wie der kürzlich entdeckte Brief an den spanischen König liefern detaillierte Einblicke in die dramatischsten Momente der Reise.
Doch auch die gesellschaftlichen Hintergründe der Reise werden angemessen beleuchtet: Welche Auswirkungen hatten Luthers Reformation der Kirche oder die Gedanken von Kopernikus auf die Vorstellung von der Erde? Und warum waren Gewürze wie Muskat oder Nelken überhaupt so viel wert? Diesen und weiteren Fragen will die Dokumentation auf den Grund gehen. Darüber hinaus zeigt ein großangelegtes Schiffsbauprojekt, wie die Menschen im Jahr 1500 ihre Segelboote bauten und damit 60.000 Meilen zurücklegten.
Terra X: Magellans Reise um die Erde – Mo. 13.04. – ZDF: 19.35 Uhr