The Bomb

  • Schönheit und Zerstörung: Die USA führten zwischen 25. April und 17. Juli 1962 eine Reihe von Kernwaffentests durch. Dieser hier trug den Namen "Bluestone". Vergrößern
    Schönheit und Zerstörung: Die USA führten zwischen 25. April und 17. Juli 1962 eine Reihe von Kernwaffentests durch. Dieser hier trug den Namen "Bluestone".
    Fotoquelle: ARTE France / Courtesy of Ken Hackman
  • Antreiber des ehrgeizigen ersten Atomprogramms der USA: General Leslie R. Groves war oberster militärischer Entscheidungsträger des Manhattan-Projekts. Vergrößern
    Antreiber des ehrgeizigen ersten Atomprogramms der USA: General Leslie R. Groves war oberster militärischer Entscheidungsträger des Manhattan-Projekts.
    Fotoquelle: ARTE France / Courtesy of National Archives/Public Domain
  • Ein Bild vom Kernwaffentest "Truckee", der am 9. Juni 1962 nahe der Weihnachtsinseln im Indischen Ozean stattfand. Vergrößern
    Ein Bild vom Kernwaffentest "Truckee", der am 9. Juni 1962 nahe der Weihnachtsinseln im Indischen Ozean stattfand.
    Fotoquelle: ARTE / Courtesy of Ken Hackman / ARTE France
  • "Fat Man" hieß diese zweite, in einem Krieg eingesetzte Atombombe. Sie wurde am 9. August 1945 von einem US-amerikanischen Flugzeug über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen. Vergrößern
    "Fat Man" hieß diese zweite, in einem Krieg eingesetzte Atombombe. Sie wurde am 9. August 1945 von einem US-amerikanischen Flugzeug über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen.
    Fotoquelle: ARTE France / Courtesy of Jack Aeby/Los Alamos National Library
  • General Leslie R. Groves inspiziert das Gelände eines frühen Atombombentests. Vergrößern
    General Leslie R. Groves inspiziert das Gelände eines frühen Atombombentests.
    Fotoquelle: ARTE / Courtesy of Library of Congress
  • Faszination Bombe: Das wohl einzige existierende Farbfoto des Trinity-Tests, der ersten von den USA durchgeführten Atomexplosion am 16. Juli 1945 im Rahmen des Manhattan-Projekts. Vergrößern
    Faszination Bombe: Das wohl einzige existierende Farbfoto des Trinity-Tests, der ersten von den USA durchgeführten Atomexplosion am 16. Juli 1945 im Rahmen des Manhattan-Projekts.
    Fotoquelle: ARTE France / Courtesy of Jack Aeby/ Los Alamos National Library
  • Der ehemalige japanische Minioberpräsident Hideki Tojo vor Gericht bei den Tokioter Prozessen in der Doku "Death By Hanging" - ein Film über den hierzulande weitgehend unbekannten Kriegsverbrecherprozess der Alliierten gegen Japan. Vergrößern
    Der ehemalige japanische Minioberpräsident Hideki Tojo vor Gericht bei den Tokioter Prozessen in der Doku "Death By Hanging" - ein Film über den hierzulande weitgehend unbekannten Kriegsverbrecherprozess der Alliierten gegen Japan.
    Fotoquelle: ARTE France / Nara
  • Dokumentarfilm "Der Mann, der die Welt rettete": Stanislaw Petrow in einem New Yorker Hotel wahrend eines Besuchs in Amerika. Der lange in Vergessenheit geratene russische Militär wurde in seinen späten Jahren als mutiger Friedensretter gefeiert. Vergrößern
    Dokumentarfilm "Der Mann, der die Welt rettete": Stanislaw Petrow in einem New Yorker Hotel wahrend eines Besuchs in Amerika. Der lange in Vergessenheit geratene russische Militär wurde in seinen späten Jahren als mutiger Friedensretter gefeiert.
    Fotoquelle: ARTE / David Høgsholt / ZDF
Spielfilm, Dokumentarfilm
Die Büchse der Pandora
Von Eric Leimann

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 07/08 bis 12/09
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2015
arte
Di., 07.08.
20:15 - 21:55


Eine Dokumentation beschreibt detailliert das Entstehen der ersten Atombomben – und wie sie die Welt veränderten. Filmemacher Rushmore Denooyer fand dafür seltene und bislang unter Verschluss gehaltene Filmaufnahmen.

Über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki explodierten am 6. und 9. August 1945 die ersten Atombomben. Sie beendeten den Zweiten Weltkrieg, der nach Deutschlands Kapitulation noch immer zwischen Japan und den USA im Pazifikraum tobte. Der Dokumentarfilmer Rushmore Denooyer widmete sich 2015 – zum 50. Jubiläum der Massenvernichtungswaffe – ausführlich deren Entstehung. Sein Film "The Bomb", den ARTE in deutscher Erstausstrahlung zeigt, bringt letzte Zeitzeugen des mit großer Eile und unbändigem Ehrgeiz betriebenen amerikanischen Nuklearprojekts vor die Kamera. Viele der mit Sorgfalt restaurierten Aufnahmen von Bombentests und damaligen Wissenschaftlern standen bis vor Kurzem unter Verschluss.

Rushmore Denooyer, der sich filmisch schon verschiedenen populären Wissenschaftsthemen widmete – von diversen Weltall-Phänomenen bis zur Titanic -, erzählt umfassend die Entstehungsgeschichte der amerikanischen Atombombe. Mit enormem finanziellen Aufwand und gewaltiger Manpower wurde ihr Entstehen ab 1942 im geheimen "Manhattan-Projekt" unter General Leslie R. Groves vorangetrieben.

Groß war die Angst, Hitler-Deutschland könne die Waffe zuerst erfinden, und damit den Krieg für sich entscheiden. Doch Denooyer bleibt nicht bei der Kapitulation Japans stehen, denn danach geht der "Siegeszug" der selbstzerstörerischsten Waffe, die Menschen jemals erfanden, weiter. Immer größere und modernere Massenvernichtungswaffen wurden in den Jahren nach 1945 gebaut und getestet. Als die Russen 1949 in Kasachstan ihre erste Atombombe zündeten, stellte dies für die mittlerweile von ihren ehemaligen Kriegspartnern entfremdeten West-Alliierten ein Schock dar. Die Welt befand sich fortan im gefährlichen Dauerzustand des "Kalten Kriegs" – der mehrfach ein mörderisch heißer zu werden drohte.

Dem manchmal etwas plakativ "amerikanisch" getexteten Dokumentarfilm, der allerdings faszinierende Bilder und Zeitzeugeninterviews präsentiert, folgt um 21.55 Uhr "Death By Hanging" – ein Film über den hierzulande weitgehend unbekannten Kriegsverbrecherprozess von Tokio. Sozusagen die "Nürnberger Prozesse" der Alliierten gegen das unterlegene Japan. Die 60 Minuten lange, französisch-kanadische Produktion von 2015 zeigt das Scheitern einer gesellschaftlichen Aufarbeitung von Kriegsverbrechen, welches im Chaos und einer Farce endete.

Abschluss des ARTE-Themenabends über drohende und reale Atomkriege bildet um 22.55 Uhr das 105 Minuten lange "The Man Who Saved the World ". Peter Anthonys Dokumentarfilm von 2014 porträtiert den im September 2017 verstorbenen russischen Oberst Stanislaw Petrow. 1983 verhinderte er einen Atomkrieg, indem er einen – später als Fehlalarm aufgedeckten – Angriff westlicher Atomraketen auf die Sowjetunion nicht an seine Vorgesetzten weitergab.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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