Türsteher Europas
16.08.2018 • 22:15 - 23:00 Uhr
Report, Politik
Lesermeinung
Die Region Adjumani im Norden Ugandas ist eine der wichtigsten Routen für Flüchtlinge, die vor Hunger und Krieg im Südsudan fliehen. Internationale Hilfsorganisationen betreiben hier Camps für über 100 000 Menschen. Doch es fehlt an Geld, sie zu versorgen.
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Die Gendarmerie im Niger kontrolliert, wer durch die Wüste fahren will. Nur Libyer und Nigrer dürfen passieren.
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Die jahrhundertealte Handelsstraße von Agadez in Richtung Libyen ist die wichtigste Route für Händler. In den vergangenen Jahren war diese Strecke die Hauptreiseroute für Migranten aus West- und Zentralafrika in Richtung Europa. Doch seit zwei Jahren setzt die Europäische Union vieles daran, das zu unterbinden.
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Produktionsland
Deutschland / Niger / Uganda / Sudan
Produktionsdatum
2018
Report, Politik

Schmutzige Deals in Afrika

Von Rupert Sommer

Die kritische neue ZDF-Dokumentation kritisiert die Abkommen der EU mit afrikanischen Kriegsherrn.

Mehr oder weniger geheime Abkommen mit weitreichender Wirkung zu schließen, ist in der Politik schon länger eine Selbstverständlichkeit. Das aggressive, hemdsärmelige "Deal-Making" hat allerdings der umstrittene US-Präsident Donald Trump wieder ins Rampenlicht gezerrt. Doch auch Europäern sind teilweise fragwürdige "Deals" nicht fremd. So investiert die EU Milliarden von Euro, um afrikanische Staaten zu einer Art vorgeschobenen Außengrenze der "Festung Europa" zu machen. Wie die packende Dokumentation "Türsteher Europas" im ZDF zeigt, werden dabei oft kritikwürdige Verträge geschlossen – teilweise mit Staaten, die von eiserner Diktatoren-Hand geführt werden. Immer häufiger erweist sich: Profiteure von den Abkommen, die eigentlich Entwicklungshilfe im Gegenzug für Flüchtlingsaufhalteprogramme leisten sollen, sind meist Rüstungsunternehmen, die auf gute Geschäfte mit EU-Rückenwind hoffen können.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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