Unter Raubkatzen und Ameisenbären
19.01.2026 • 21:00 - 21:45 Uhr
Natur + Reisen, Tiere
Lesermeinung
Manche Ameisenbären kennt Lydia schon seit vielen Jahren. Es ist dann immer so, als würde man eine alte Bekannte treffen.
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Große Ameisenbären leben im Pantanal. Um sie richtig zu schützen, muss man noch viel über sie lernen.
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Der Baumameisenbär ist der kleine Verwandte des Großen Ameisenbär. Er ist zwar kleiner, dafür kann er gut klettern und hat einen genau so großen Appetit auf Ameisen und Termiten.
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Um Ameisenbären gut zu schützen, muss man mehr über ihre Lebensweise wissen. Genau, dass ist das Ziel der Verhaltensbiologin Lydia Möcklinghoff.
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Originaltitel
Unter Raubkatzen und Ameisenbären - Mit Lydia Möcklinghoff in Brasiliens Tierwelt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Natur + Reisen, Tiere

Unter Raubkatzen und Ameisenbären

Mitten im brasilianischen Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde, ist die Verhaltensbiologin Lydia Möcklinghoff den Geheimnissen der Großen Ameisenbären auf der Spur. Die Dynamik von Hochwasser und Trockenzeit lässt hier ein einzigartiges Mosaik aus Flüssen, Seen, Sümpfen, Galeriewäldern und Pampa entstehen. Weit ab von großen Städten liegen vereinzelt Farmen in der Wildnis. Auf der Farm Fazenda Barranco Alto wird traditionelle Rinderzucht betrieben. Hier befindet sich das Forschungsgebiet von Lydia Möcklinghoff. Sie nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in ihren Arbeitsalltag am anderen Ende der Welt. Mit dem Pferd oder Kanu kommt sie auch an schwer erreichbare Orte, um Kamerafallen aufzustellen. Auf ihrem Weg begegnen ihr kaum Menschen, dafür aber viele Tiere darunter natürlich auch Große Ameisenbären. Einige von ihnen kennt sie schon seit Jahren. Sie sind für sie wie alte Bekannte. Sie hat erstmalig eine Methode entwickelt, mit der sie die einzelnen Ameisenbären unterscheiden kann. Dadurch konnte sie schon viel über das geheime Leben dieser faszinierenden Tiere herausfinden. Während ihrer langjährigen Forschung hat sich ein zweites Projekt entwickelt. Mithilfe von Kamerafallen sollen alle Säugetiere im Forschungsgebiet erfasst werden. Gerade im Pantanal kann man den großen Erfolg von Artenschutzprojekten tagtäglich erleben. Viele Säugetiere und exotische Vögel waren im vergangenen Jahrhundert der Ausrottung nahe. Doch nur was man kennt, kann man schützen. Grundlage des Artenschutzes ist die Forschung. Deshalb sind Lydia Möcklinghoff und viele andere Biologen weiterhin im Pantanal unterwegs. Wie zum Beispiel der Jaguarforscher Ge, den Lydia am Fluss trifft. Mit ihm zusammen baut sie eine Falle für die größte Raubkatze Amerikas. Am Abend trifft Lydia Möcklinghoff die Pantaneiros der Farm. Sie erzählen von einem Pumariss und den verheerenden Feuern im Westen und Norden des Pantanals. Diese Brände vernichteten 2020 fast ein Drittel des Gebietes der Größe Großbritanniens. Gefährdet die Klimakrise die Erfolge im Artenschutz? Expert*innen befürchten eine zunehmende Trockenheit. Das wäre fatal für das riesige Sumpfgebiet. Die Bewohner*innen des Pantanals sind stolz auf ihre Heimat und beschützen sie gemeinsam gegen die vielfältigen Gefahren von außen. Unterstützt werden sie von Forschern wie Lydia Möcklinghoff, die die Geheimnisse der Wildnis erforschen.

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