Väter allein zu Haus: Timo
19.02.2021 • 20:30 - 22:00 Uhr
Fernsehfilm, Komödie
Lesermeinung
Timo Savona (Tim Oliver Schultz)
Vergrößern
Wenn Timo (Tim Oliver Schultz) sich um die drei gemeinsamen Kinder kümmert, will er unbedingt alles richtig machen.
Vergrößern
Vier Freunde, die sich inmitten des alltäglichen Familienwahnsinns immer aufeinander verlassen können: V.l.n.r. Mark (David Rott), Timo (Tim Oliver Schultz), Andreas (Tobias van Dieken) und Gerd (Peter Lohmeyer).
Vergrößern
Lucy (Zoe Moore) jobbt nebenher in der Kneipe, in der Timo als Türsteher arbeitet.
Vergrößern
Originaltitel
Väter allein zu Haus
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Fernsehfilm, Komödie

Ein Fußballprofi, der mit Kindern kann

Von Hans Czerny

In der dritten Folge der Miniserie "Väter allein zu Haus" – die ersten beiden Folgen gab's im September 2019 – muss der "Ex-Bundesligaspieler" Timo (Tim Oliver Schultz) nach der Scheidung um seine drei Kinder kämpfen. Die Freunde Mark, Andreas und Gerd helfen ihm dabei.

Vier Väter kämpfen in der Miniserie "Väter allein zu Haus" um Kind und Kegel. Gerd Mark, Timo und Andreas wollen – anders als ihre Vorbilder in der australischen Langzeit-Serie "House Husbands" von 2012 – in viermal 90 Minuten beweisen, dass sie tüchtige Alleinerzieher sind. Männer also, die es "auch" können – genauso gut wie ihre Frauen. Geschlechter- und Rollenklischees werden außer Kraft gesetzt, der Hausmann ist gefordert. Im Falle von Timo (Tim Oliver Schultz), dem Dritten im Bunde des in Wuppertal ansässigen Männerquartetts, ist das einmal mehr gar nicht so leicht. Timo, der im dritten Film der Reihe in den Fokus rückt, gilt als Loser bei seiner Exfrau Nicki (arg streng: Yasemin Cetinkaya), aber auch in aller Öffentlichkeit. Er war mal Mittelstürmer in der Mannschaft von "Altona", musste aber nach Alkohol-Exzessen und einem verschossenen Elfmeter untertauchen.

Keine Angst, das mit dem Fußballprofi ("Bundesliga" heißt es gar) ist nicht ganz so wichtig. Timo ist eher ein Mensch wie du und ich. Zwar kramt er manchmal noch in alten Zeitungsartikeln, die von Erfolgen und vom Absturz berichten. Doch jetzt will er einfach nur noch der zuverlässige Vater sein. Die Mutter seiner Kinder und Robert (Carlos Lobo), ihr neuer Mann, der fatalerweise auch sein Manager war, verfolgen ihn schließlich bis vors Familiengericht. Robert würde Timo am liebsten noch mal weit weg bei einem Proficlub in Portugal sehen – aber das ist nun selbst in einem ARD-Freitagsfilm ein an den Haaren herbeigezogenes Drehbuch-Märchen.

Ein Angebot aus Portugal winkt

Auch ohne Fußball ist Timo Held genug in dieser sanften, in ihrem Look durchaus auf Chic getrimmten Freitagskomödie (Regie: Esther Gronenborn). Wer würde sich außer Timo wohl vor die Schulklasse stellen und, das Baby im Arm, treuherzig "Vater" als Berufsbild nennen? Bis zum Happyend ist es da nicht weit, zumal ja die Freunde auch wieder helfen – diesmal aber auch die hübsche Studentin Lucy (Zoe Moore) aus der Kneipe, in der Tim "die Türe" macht.

Lucy hält nichts von Profis mit dicken Autos und Spielerfrauen. Das passt – zumal sie Timo bei einer Polizeikontrolle später noch selbstlos unterstützt. "Das gibt's doch nicht: Timo Savona, die Schande von Altona!", staunt der Polizist bei der Besichtigung des Führerscheins und bittet zum Selfie.

Timo, der Ex-Profi muss am Ende dieses am Familienalltag schon vor Corona-Zeiten messerscharf vorbeizielenden Films noch ein paar Elfer auf dem Spielplatz schießen. "Timo ist super!", jubeln die Kids. Aber daran hatte man selbst ab der ersten Minute dank des unaufgeregten Darstellers Tim Oliver Schultz ("Club der roten Bänder") auch gar nicht gezweifelt. Dafür kommen die Kumpel (Peter Lohmeyer, David Rott und Tobias van Dieken) als ewig pubertierende Helfer und Querulanten hier etwas zu kurz.

Väter allein zu Haus: Timo – Fr. 19.02. – ARD: 20.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Das Buch „Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben“ von Christoph Kuckelkorn
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben"

Christoph Kuckelkorn, bekannt als Bestatter und ehemaliger Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, beschreibt in seiner neuen Biografie die Gemeinsamkeiten zwischen Bestattungen und Karneval. Er gibt Einblicke in sein Berufsleben und seine persönlichen Erfahrungen mit Trauer und Verlust.
Dr. Julia Fischer lacht.
Gesundheit

Fettleber ohne Alkohol – wenn der Stoffwechsel die Leber angreift

Eine 60-Jährige aus Rheinland-Pfalz kämpft mit einer stoffwechselbedingten Fettlebererkrankung. Trotz fehlender Symptome kann diese Krankheit schwerwiegende Folgen haben, wie erhöhte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Intensive Betreuung im Leberzentrum Mainz und eine Ernährungsumstellung helfen ihr, die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Yared Dibaba lacht.
HALLO!

Yared Dibaba: "Ich möchte mich einbringen, in den Dialog gehen"

Yared Dibaba reflektiert in seinem neuen Buch „Bin da, wer noch?“ über seine persönliche Reise von Äthiopien nach Deutschland und die Bedeutung von Vielfalt und Identität.
Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Ein schöner Urlaub für alle: Barrierefrei reisen

Barrierefreies Reisen ist für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen möglich. Ob Unterkunft, Sehenswürdigkeiten oder Mobilitätsservice – "Reisen für alle" bietet die passende Lösung.
Das Buch „Nimm den Zwängen die Macht. Zwangsstörungen und Zwangsgedanken verstehen, sich ihnen stellen und Freiheit zurückgewinnen “
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Nimm den Zwängen die Macht"

Zwangsstörungen belasten Betroffene und sind oft schwer nachvollziehbar. Ein neuer Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen Marotten und krankhaften Zwängen und gibt wertvolle Tipps zur Überwindung.
Midge Ure guckt in die Ferne.
HALLO!

Midge Ure: "Es ist entweder mutig oder komplett verrückt"

Midge Ure, ehemaliger Frontmann von Ultravox, kehrt mit einem neuen Doppel-Album zurück. Im Interview spricht er über seine musikalische Entwicklung, den Einfluss von Kraftwerk und seine Entscheidung für ein Doppel-Album.