Welterbe an der Donau - das römische Niederösterreich
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2022
Natur + Reisen, Land + Leute
Welterbe an der Donau - Das römische Niederösterreich
Lager, Kastelle und Wachtürme haben die Römer entlang der Donau, am sogenannten Donaulimes errichtet, der Nordgrenze des Römischen Reichs. Die Verteidigung galt vor allem den Germanen. Der Donaulimes wurde 2021 in die Liste der UNESCO-Welterbenstätten aufgenommen, vorerst in den Staaten Deutschland, Österreich und Slowakei. Die Dokumentation geht am niederösterreichischen Donaulimes auf eine spannende Reise zu einigen Stätten des Welterbes. Diese Flussgrenze war die bestgesicherte des römischen Imperiums, die sich auch durch Oberösterreich, Niederösterreich und Wien zieht. Dort finden sich von Menschen gemachte außergewöhnliche Bauten, ein Kriterium für die Aufnahme ins Welterbe. In Carnuntum, der Weltstadt am Donaulimes, zum Beispiel die Amphitheater oder das Heidentor. Weltweit einzigartig ist das auf den römischen Originalfundamenten wiederaufgebaute Stadtviertel. In Zeiselmauer sind die spätrömischen Bauwerke des Lagers Cannabiaca österreichweit einmalig, in Mautern ist es das längste römische Mauerwerk, ein Teil des Lagers Favianis. Pöchlarn und Tulln waren Stützpunkte der römischen Donauflotte. Oft trägt die jahrtausendelange Nutzung zum Erhalt der Baudenkmale bei - wie beim Fächerturm von Zeiselmauer, der in einem Privatgarten steht. Die römischen Baudenkmäler in Niederösterreich wurden vom Bundesdenkmalamt, dem Land und den jeweiligen Gemeinden in den letzten Jahren restauriert. Mit dem UNESCO-Welterbe ist der Auftrag verbunden, das historische Erbe zu erhalten und seine Geschichte den Menschen zu vermitteln. So wie die Römerwerkstatt in Traismauer, die Schülerinnen und Schülern spielerisch das antike Erbe der Stadt näherbringt - jener Generation, die es künftig schätzen und schützen soll. Nicht zuletzt werden Menschen und Lebensgeschichten am Donaulimes in der Dokumentation durch Funde lebendig. Kinderspielzeug aus Tulln, Täfelchen in Mautern mit der Bitte einer Römerin an die Götter, ihren untreuen Ehemann zu bestrafen, oder der berührende Grabstein der Augustania Cassia Marcia aus Carnuntum. In Spielszenen begleitet der Film durch die antike Metropole.
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